Kategorien
Tagesimpuls

Er heilte viele. (Mk 3,10)

02 Woche im Jahreskreis Donnerstag

EVANGELIUM Mk 3, 7-12

In jener Zeit

7zog sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa,

8aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat.

9Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.

10Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.

11Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes!

12Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.

Tagesimpuls:

Er heilte viele. (Mk 3,10)

In unserer heutigen Zeit erleben wir nicht mehr viele Heilungen durch das Gebet zu Jesus. Ich glaube, dass das, so wie es jetzt im Moment ist, nicht im Sinne Jesu ist. Was Jesus gelebt und gewirkt hat, ist vorbildlich für das Leben von uns Christen. Das wird bestätigt durch die Apostelgeschichte, denn dort setzen sich die Taten Jesu fort, man erlebt auch dort sehr viele Krankenheilungen. Dazu kommt, dass Jesus gesagt hat: ihr werdet noch größere Taten vollbringen. (Joh 14,12)

Er heilte viele.

Damit Jesus auch heute heilen kann, müssen wir das Wort Gottes authentisch verkünden. So, wie wir es heute im Evangelium hören, muss diese Botschaft an die Ohren der Menschen vordringen: Jesus kann Kranke heilen. Eine falsche theologische Verkündigung, die behauptet, dass die Wunder in der Bibel nur symbolisch wären, schadet dem Glauben. Maria war nicht nur symbolisch Jungfrau, die Wunder sind nicht nur symbolisch geschehen, und die Auferstehung war auch nicht nur symbolisch. Wir müssen also fest daran glauben, dass Jesus alle Macht hat im Himmel und auf Erden, und dass er alles vollbringen kann, und dass nichts für ihn unmöglich ist.

Er heilte viele.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Tugend der Hoffnung. Sie zählt zu den drei wichtigsten Tugenden, die sogenannten drei theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Hoffnung ersehnt Gnaden von Gott, die man jetzt im Moment noch nicht sehen kann. Manche formulieren es auch so: wir müssen uns nach diesen Gnaden ausstrecken. Wir brauchen die Hoffnung, dass Dinge, die wir jetzt noch nicht sehen können, geschenkt werden. Die Hoffnung ist ein erwartender Glaube. Ich glaube daran, dass Gott etwas wirken wird, auch wenn die Statistik und die Lebenserfahrung dagegenspricht.

Er heilte viele.

Vielleicht sollte man eine ganz grundlegende Voraussetzung für das Heilungswirken Jesu nicht unterschätzen, das gemeinsame Gebet. Eigentlich müsste man das nicht erwähnen, aber wird es wirklich genügend praktiziert? Vermutlich wird es deswegen so wenig praktiziert, weil wir beeinflusst sind von der falschen Verkündigung, weil deswegen der Glaube schwach ist und kaum eine Hoffnung auf Wunder in uns lebendig ist. Wenn man wirklich glauben und hoffen würde, dann würde man auch viel mehr beten. Umgekehrt ist es natürlich auch so: wenn wir viel beten, vor allem auch in Gemeinschaft, dann wächst unser Glaube und unsere Hoffnung.

Gebet:

Jesus, ich glaube fest daran, dass du dir wünschst, mehr zu heilen in deinem Leib, in deiner Kirche. Wir wollen den Glauben an dich in großer Klarheit verkünden und immer wieder miteinander um Heilung beten. Bitte lass das Charisma der Heilung in unserer Kirche wieder neu lebendig werden!

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


Entdecke mehr von Tagesimpuls

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.