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Tagesimpuls

Lasst zuerst die Kinder satt werden. (Mk 7,27)

05 Woche im Jahreskreis Donnerstag

EVANGELIUM Mk 7, 24-30

In jener Zeit

24brach Jesus auf und zog von dort in das Gebiet von Tyrus. Er ging in ein Haus, wollte aber, dass niemand davon erfuhr; doch es konnte nicht verborgen bleiben.

25Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war, hörte von ihm; sie kam sogleich herbei und fiel ihm zu Füßen.

26Die Frau, von Geburt Syrophönizierin, war eine Heidin. Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben.

27Da sagte er zu ihr: Lasst zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.

28Sie erwiderte ihm: Ja, du hast Recht, Herr! Aber auch für die Hunde unter dem Tisch fällt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen.

29Er antwortete ihr: Weil du das gesagt hast, sage ich dir: Geh nach Hause, der Dämon hat deine Tochter verlassen.

30Und als sie nach Hause kam, fand sie das Kind auf dem Bett liegen und sah, dass der Dämon es verlassen hatte.

Tagesimpuls:

Lasst zuerst die Kinder satt werden. (Mk 7,27)

Jesus hat einen klaren Auftrag für die Kinder Israels. Wer einen klaren Auftrag hat, muss auch Nein sagen können zu allem, was nicht sein Auftrag ist. Jesus kein Nein sagen. Er sieht, wenn er jetzt beginnen würde, auch noch für die Heiden dazusein, dann wird er seinem Auftrag für Israel nicht mehr gerecht.

Lasst zuerst die Kinder satt werden.

Zugleich sehen wir, wie viele Menschen – angefangen mit Maria bei der Hochzeit zu Kana – die Pläne Gottes verändern können. Maria bewegte Jesus zu seinem ersten Wunder, obwohl es noch nicht die Zeit dazu war. Und diese Frau bewegt Jesus, sich den Heiden zuzuwenden, obwohl auch dafür noch nicht die Zeit gekommen ist. Durch den Glauben können wir Gottes gutes Wirken hervorrufen, was ohne unseren Glauben in dieser Form noch nicht geschehen wäre. Man könnte sagen, Gott sehnt sich danach, zu wirken, aber er braucht auch unseren Glauben als Auslöser.

Lasst zuerst die Kinder satt werden.

Das ist ein sehr starkes Motiv für unsere Fürbitte. Durch unser gläubiges Gebet können wir mehr von Gottes Wirken in dieser Welt freisetzen. Wir können wie Maria und mit Maria die Stunde des Heils für manche Menschen beschleunigen. Das zeigt, wie sehr es auf unser glaubendes Gebet ankommt. Wir sollen Gottes Wirken in unserer Welt freisetzen, so wie Maria durch ihr Ja-Wort Gottes Wirken ermöglicht hat.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du unsere Gebete und unseren Glauben so sehr ernst nimmst. Hilf mir, die Wichtigkeit des Gebets einzusehen und danach zu handeln. Hilf mir, dass ich mir Zeiten für das Gebet freihalte und nicht durch andere Dinge abgelenkt werde.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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