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Tagesimpuls

Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. (Lk 10,9)

HL. CYRILL, Mönch und HL. METHODIUS, Bischof

Schutzpatrone Europas

Fest

EVANGELIUM Lk 10, 1-9

1In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.

2Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

3Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.

4Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!

5Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus!

6Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.

7Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!

8Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.

9Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Tagesimpuls:

Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. (Lk 10,9)

Heute ist das Fest der Schutzpatrone Europas. Sie wurden von der Kirche ausgesendet, das Evangelium zu verkünden. Passend dazu wird das Evangelium von der Aussendung der Jünger gelesen. Es geht also um die Evangelisierung. Papst Johannes-Paul II verkündete die Notwendigkeit einer Neuevangelisierung Europas. Viele Christen haben das auf ihrem Herzen, fühlen sich zu dieser Neuevangelisierung berufen.

Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Für Jesus ist völlig klar, dass dies eine übernatürliche Sendung ist. Die Krankenheilung gehört ganz selbstverständlich dazu. Das sind Dinge, die wir nicht „machen“ können. Wir können vieles machen ohne eine übernatürliche Kraft Gottes. Wir können predigen, wir können Gottesdienste und Veranstaltungen durchführen, wir können unsere Mitmenschen lieben und Werke der Nächstenliebe organisieren. Das alles könnte man machen, auch wenn es Gott nicht gäbe. Aber Krankenheilungen stehen nicht in unserer Macht. Das sind göttliche Werke, die er durch uns vollbringt. Und genau darauf kann die Evangelisation nicht verzichten. Wir sollen durch unser Wirken das göttliche Wirken bezeugen.

Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Daher müssen wir uns fragen: Ist unser Bemühen um Evangelisation mehr ein menschliches Tun, oder versuchen wir Raum zu geben für dieses göttliche Wirken, das uns unverfügbar ist? Wie viel Gebet um Heilung praktizieren wir tatsächlich? Wir können alles machen, aber wenn wir evangelisieren wollen, dann gehören Heilungsgebete offenbar dazu, jedenfalls nach den Worten Jesu.

Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Wenn wir das befolgen, dann manchen wir uns jedes Mal schwach und hilflos. Es könnte sein, dass wir uns dem Gespött preisgeben. Wir wissen nie, was geschehen wird. Vielleicht beten wir, und es geschieht kein sichtbares Zeichen. Vielleicht macht man uns sogar Vorwürfe, wir hätten falsche Hoffnungen geweckt. Aber wenn wir für Kranke um Heilung beten, dann machen wir uns von Gott abhängig, dann sind wir seine Kinder, und dann kann Gott in übernatürlicher Weise durch uns wirken. Wahrscheinlich schlummern noch viele Heilungscharismen in uns, die wir bisher noch nicht entdeckt haben. Wir können sie nur dann entdecken, wenn wir beginnen, Jesu Auftrag zu erfüllen und mit Menschen zu beten.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns aufforderst, uns von dir abhängig zu machen und mit deiner übernatürlichen Kraft zu wirken. Bitte hilf uns, unsere Ängste zu überwinden und uns für dein Wirken zu öffnen. Bitte segne unsere Verkündigung mit Zeichen, so wie es in der Bibel beschrieben ist.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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