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Tagesimpuls

Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt . Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. (Joh 15,16)

Heiliger Matthias Fest

EVANGELIUM Joh 15, 9-17

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

9Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!

10Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

11Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.

12Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.

13Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

14Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

15Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.

16Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

17Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Tagesimpuls:

Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. (Joh 15,16)

Wir sind dazu bestimmt, dass wir uns aufmachen und Frucht bringen. Aufmachen, dass bedeutet, dass wir nicht sitzen bleiben dürfen. Wir sind dazu bestimmt, dass wir zu den Menschen gehen. Wenn wir nur sitzen bleiben und darauf bedacht sind, so viel Freizeit wie möglich zu haben, dann bringen wir keine Frucht. Dann bekommen wir auch keine Gebetserhörungen. Als Jünger Jesu, als Freunde Jesu, sind wir dazu berufen, unsere Zeit in das Reich Gottes zu investieren. Das bedeutet, dass wir Zeit haben für die Gemeinschaft, für die Kirche, und dass wir Zeit haben für ein Apostolat, wo wir zu den Menschen gehen.

Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

Unser Leben soll also nicht unfruchtbar sein. Manchmal wird mir bei Kondolenzbesuchen erzählt: „Für den Verstorbenen war das Wichtigste seine Familie, sein Garten, und er machte gerne Reisen, und er fuhr gerne mit dem Rad.“ Wir haben nicht das Recht, über Menschen zu urteilen, das hat nur Gott. Aber möchten wir, dass das über uns einmal gesagt wird? Wo bleibt denn das Reich Gottes? Wo würde denn dann unsere Fruchtbarkeit bleiben? Und haben wir erlebt, dass Gott uns alles schenkt, worum wir im Namen Jesu beten? Wenn nicht, vielleicht deshalb, weil wir uns noch nicht aufgemacht haben, weil wir immer noch in unserer Komfortzone geblieben sind.

Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

Prüfen wir uns: Bin ich schon ein Freund Jesu, ein Jünger, der begonnen hat, seiner Bestimmung zu folgen? Gehe ich heraus aus meiner Komfortzone? Habe ich eine Zeit in der Woche, wo ich mich einem Apostolat, einer Aufgabe für das Reich Gottes widme? Mir ist bewusst, dass unsere Berufungen sehr unterschiedlich aussehen. Aber doch müsste sich jeder fragen können: Worin besteht in meinem Leben das „Aufmachen“, von dem Jesus spricht, das so notwendig ist, damit wir Frucht bringen?

Gebet:

Jesus, ich will nicht sitzen bleiben, ich will nicht aus Angst nur um mich und meine Freizeit besorgt sein. Ich bitte dich, dass du mir immer wieder alles gibst, was ich brauche, um deinen Auftrag zu erfüllen und Frucht zu bringen.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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