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Tagesimpuls

Bittet, dann wird euch gegeben. (Mt 7,7)

01 Woche der Fastenzeit Donnerstag

EVANGELIUM Mt 7, 7-12

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

7Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.

8Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.

9Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet,

10oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet?

11Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.

12Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.

Tagesimpuls:

Bittet, dann wird euch gegeben. (Mt 7,7)

Immer wieder kommen wir in unserem Leben in Situationen, wo wir andere um etwas bitten. Z.B. einige Menschen versperren uns den Weg und wir fragen: „Darf ich mal bitte durchgehen?“ Oder wir sitzen am Tisch zum Essen und bitten den Nachbarn: „Kannst du mir bitte das Brot anreichen?“ In beiden Beispielen würden wir sehr überrascht sein, wenn der andere Nein sagen würde. Anders ist es vielleicht, wenn jemand an der Haustür zum Betteln klingelt. Da ist es ungewiss, ob er etwas bekommt.

Bittet, dann wird euch gegeben.

Wie ist es denn, wenn wir Gott bitten? Ist das dann eher so wie die beiden ersten Beispiele, wo der Gedanke, dass man das Erbetene nicht bekommen könnte, völlig abwegig wäre? Oder ist es bei Gott wie bei dem Bettler, wo man nicht weiß, ob er etwas bekommt? Wenn wir erkennen, wer wir gegenüber Gott sind, nämlich seine Kinder und nicht fremde Bettler, dann müsste die Antwort ganz klar ausfallen. Die Idee, dass wir von Gott das Erbetene nicht bekommen könnten, dass Gott uns Nein sagt, ist abwegig. Wer so denken würde, der hätte keinen Glauben.

Bittet, dann wird euch gegeben.

Jemand hatte einmal den Vergleich mit einer Wasserleitung. Wenn man betet, ist es wie das Öffnen des Wasserhahns, damit das Wasser der Gnade fließen kann. Das Wasser steht immer zur Verfügung, und wenn wir beten, dann lenken wir es in unser Leben, und dadurch in die Welt. Wir sollen das Wasser reichlich fließen lassen, deswegen sagt Jesus:

Bittet, dann wird euch gegeben.

Wir beten natürlich in unserer menschlich begrenzten Sicht. So kann es sein, dass Gott unsere Gebete erhört, indem er uns etwas aus seiner göttlich übergeordneten Sicht schenkt, was besser und wichtiger für uns ist, auch wenn es nicht unseren Vorstellungen entsprochen hat. Wenn ein Kind z.B. ein Messer oder ein Feuerzeug erbittet, kann es sein, dass die Eltern das nicht geben, vielleicht aber etwas anderes, was für das Kind viel besser ist. So müssen wir immer auf Gott vertrauen, dass in jedem Gebet seine Segensflüsse fließen, auch wenn nicht sofort das geschieht, was wir meinen, das geschehen müsste. Sobald wir beten, fließen die Gnadenströme. Im Gleichnis von der aufdringlichen Witwe betont Jesus das auch noch einmal, um uns zu ermutigen: „Er wird ihnen (seinen Auserwählten) unverzüglich Recht schaffen! Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?“ (Lk 18,8)

Gebet:

Jesus, ich glaube, dass wir Gottes Kinder sind, die keine Angst haben müssen, dass sie das Erbetene nicht bekommen. Ich glaube, dass wir alles von unserem himmlischen Vater bekommen können. Ich bitte dich, dass du Segensflüsse in die Welt fließen lässt. Ich bitte dich um Heilung für mich und für alle Menschen, für die wir beten. Ich bitte dich, dass du dem Bösen gebietest, so dass Frieden kommen kann. Ich bitte dich um große Gnaden, damit Menschen geholfen wird, ihre Herzen für dich zu öffnen und sich zu bekehren.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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