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Tagesimpuls

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. (Joh 6,53)

03 Woche der Osterzeit Freitag

EVANGELIUM Joh 6, 52-59

In jener Zeit

52stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?

53Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

54Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

55Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.

56Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.

57Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

58Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

59Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

Tagesimpuls:

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. (Joh 6,53)

Jesus erwartet wirklich eine leibliche Verbundenheit mit ihm. Nur so können wir das Leben in uns haben. Es mag sein, dass der Vergleich mit der Ehe zu gewagt ist: Aber durch die leibliche Verbundenheit von Mann und Frau entsteht Leben. Göttliches Leben entsteht in uns durch die leibliche Verbundenheit mit Jesus in der Eucharistie. Ohne sie haben wir das Leben nicht in uns, so sagt es Jesus.

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

Es reicht also nicht aus, wenn ich mich nur geistig mit Jesus verbunden fühle, wenn ich nur immer wieder an ihn denke oder zu ihm bete. Jesus will, das wir an ihn glauben und sein Fleisch essen. Glaube und kirchliche Verbundenheit in der Eucharistie gehören zusammen und dürfen nicht getrennt werden. Eucharistie ohne Glauben ist genauso mangelhaft wie Glauben ohne Eucharistie.

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

Deswegen lehrt die Kirche, dass die Eucharistie Quelle und Höhepunkt unseres Lebens als Christen ist. Quelle, weil hier unser Glaube genährt wird. Höhepunkt, weil wir immer wieder zu ihm zurückkommen, ihm unser Leben schenken und mit ihm feiern. Von ihm gehen wir aus, werden wir gesendet, und zu ihm kommen wir zurück. Die Glaubensgemeinschaft, die wir in der Eucharistie erleben, ist nichts Optionales, nicht etwas ganz Schönes, was man mitmachen kann, wenn man will. Nein, diese Glaubensgemeinschaft ist wesentlich für unser Christsein, ohne sie können wir uns nicht wirklich als Christ bezeichnen, denn dann fehlt – nach den Worten Jesu – das Leben.

Gebet:

Jesus, danke, dass du uns diese kirchliche Gemeinschaft geschenkt hast. Ohne sie fehlt unserem Christsein das Leben. Jesus, ich will ein lebendiges Glied an deinem Leib sein. Ich will die Gemeinschaft, die du ins Leben gerufen hast, unterstützen. Ich will dein Jünger sein.

Pastor Roland Bohnen

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