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Tagesimpuls

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. (Mt 9,12)

13 Woche im Jahreskreis Freitag

EVANGELIUM Mt 9, 9-13

In jener Zeit

9sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.

10Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.

11Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?

12Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

13Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

Tagesimpuls:

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. (Mt 9,12)

Jesus ist gekommen, um zu heilen. Das heißt, dass die Kranken nicht immer krank bleiben sollen. Sie kommen zu ihm, er kommt zu ihnen, und sie beschreiten gemeinsam einen Weg der Heilung. Gestern haben wir gesehen, manchmal sind wir wie gelähmt, aber dennoch haben wir in uns wenigstens einen Funken Hoffnung, einen Funken Sehnsucht nach Heil. Es gibt einen Unterschied, ob jemand sich schwach fühlt und immer wieder sündigt, oder ob jemand verstockt ist. Ich glaube, dass jeder zu Jesus kommen kann, und Jesus kommt auch zu den Menschen mit den verstocktesten Herzen – wir sehen das immer wieder, wie er sich die Mühe macht, mit den Pharisäern und Priestern zu sprechen – aber manche kehren nicht um, manche werden immer verstockter. Wer aber die Sehnsucht nach dem Heil hat, wer sich wünscht, von den Lastern der Sünde frei zu werden, auch wenn er immer wieder zurückfällt, der darf auf Heilung hoffen, auch wenn es nicht so schnell geht, wie er es sich gewünscht hätte.

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

Jesus schenkt uns Wege der Heilung, auch der inneren Heilung, der inneren Heilung unserer Seele. Das Sakrament der Versöhnung hat einen sehr großen Stellenwert, das sollten wir nutzen. Dann gibt es vielfältige Heilungsgottesdienste, Heilungsgebete, es gibt Methoden des Heilungs- und Befreiungsgebets, die uns durch die Führung des Heiligen Geistes in der Kirche geschenkt wurden. Ich denke z.B. an das in unserer Gemeinde entwickelte Magdalenagebet, oder an die Befreiungsgebete nach der Vorlage von Neal Lozano, wie er es in seinem Buch „Befreit“ beschrieben hat. Auch die indischen Missionare, die in Deutschland gewirkt haben und wirken, haben große Charismen der Heilung und Befreiung. Dies sind aber nur wenige Beispiele. Es scheint, als gäbe es zurzeit ein großes Wachstum in Heilungsdiensten innerhalb der Katholischen Kirche. Dabei gibt es viele Zusammenhänge zwischen innerer Heilung und innerer Freiheit.

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

Wir sollten immer die Hoffnung bewahren, auch wenn wir die Erfahrung machen, die in der Bibel beschrieben wird: „Der Gerechte fällt siebenmal am Tag“ (Sprüche 24,16). Wir fallen immer wieder, wir sollen siebenmal siebenundsiebzigmal verzeihen, und Jesus verzeiht uns auch immer wieder. Aber er hilft uns, heil zu werden, wir gehen mit ihm den Weg der inneren Heilung und Befreiung.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du zu den Kranken kommst, um sie zu heilen. Ich finde mich in den Kranken wieder, nicht in den Gesunden. Ich danke dir, dass ich Hoffnung haben darf, dass ich die Hoffnung nicht aufgeben muss. Bitte schenke mir immer mehr Heilung und Befreiung. Bitte lass die Heilungsdienste in unserer Kirche immer mehr angeboten werden. Ich danke dir für alles, was schon wächst.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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