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Tagesimpuls

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht. (Mt 11,30)

15 Woche im Jahreskreis Donnerstag

EVANGELIUM Mt 11, 28-30

In jener Zeit sprach Jesus:

28Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

29Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

30Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Tagesimpuls:

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht. (Mt 11,30)

Es gibt verschiedene Arten von Lasten, die wir im Leben tragen. Viele Lasten müssten wir nicht tragen, wir selbst oder andere legen sie uns auf. Ein sehr deutliches Beispiel wäre, wenn eine Familie sich für einen unnötigen Luxus verschulden würde, und nun leiden alle unter der Last, die monatlichen Raten aufzubringen. Aber es gibt sehr viele Lasten, von denen wir vermuten können, dass sie nicht von Gott kommen. Dazu zählen auch die vielen Sorgen und Gedanken, weil wir zu wenig zu Jesus kommen und zu wenig auf Gott vertrauen.

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Es gibt auch eine Last, die Jesus uns auflegt. Und diese Last, mit Jesus in der Kraft des Heiligen Geistes getragen, ist leicht. Ich glaube, dass damit vor allem das Annehmen gemeint ist. Jeden Tag gibt es irgendein Kreuz, irgendetwas, was nicht so ist, wie wir es uns wünschen, irgendetwas Unangenehmes, was wir annehmen können. Darüber hinaus müssen wir auch unser Schicksal als Ganzes annehmen, die Familie und das Land, die Umstände, in die wir geboren sind. Wir müssen unser Leben annehmen mit all den Brüchen, mit dem Versagen. Wir nehmen unsere Schuld an, das, was man jetzt nicht mehr ändern kann.

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Vieles wird leicht, wenn wir es annehmen. Es gibt sogar ein Paradox, was viele schon erlebt haben. Wenn wir z.B. eine Krankheit annehmen, werden wir geheilt. Annehmen heißt nämlich nicht, dass man sich mit den Status zufriedengibt. Ich kann mein Leben mit all den Schattenseiten annehmen und gleichzeitig um Heilung beten. Ich kann es annehmen, gerade weil ich um die göttliche Hilfe weiß, weil ich fest darauf vertraue, dass Gott mein Leid sieht und dass er mich heilen will. Um es biblisch auszudrücken: Ich nehme das Kreuz an in Hinblick auf die Auferstehung. In manchen Bereichen wird Jesus mir die Auferstehung erst in der himmlischen Vollendung schenken, aber in sehr vielen Bereichen werde ich schon hier in diesem Leben die Auferstehung erfahren. Daher kann Jesus sagen, dass seine Last leicht ist. Seine Last ist immer mit der Auferstehung verbunden, mit Heilung und göttlicher Hilfe.

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Versuchen wir also, alle falschen selbst auferlegten Lasten zu erkennen und uns davon zu lösen! Nehmen wir die Lasten auf uns, die Jesus uns auflegt, und tragen wir sie mit dem festen Vertrauen auf seine göttliche Heilung, auf göttliche Lösung von Problemen, auf göttliche Hilfe zu tragen, damit wir nicht nur das Kreuz, sondern auch die Auferstehung erleben.

Gebet:

Jesus, ich danke dir so sehr, dass du unser Leben leicht machen willst. Du willst nicht, dass wir mit einem traurigen und bedrückten Gesicht durchs Leben gehen. Hilf uns, zu erkennen, wo und wie du uns helfen willst. Lass mich immer wieder zu dir kommen, wie du es gesagt hast. Denn nur mit dir können meine Lasten genommen oder erleichtert werden.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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