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Tagesimpuls

Damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile. (Mt 13,15)

16 Woche im Jahreskreis Donnerstag

EVANGELIUM Mt 13, 10-17

In jener Zeit

10kamen die Jünger zu Jesus und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?

11Er antwortete: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen; ihnen aber ist es nicht gegeben.

12Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

13Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen.

14An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen.

15Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden, und mit ihren Ohren hören sie nur schwer, und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.

16Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören.

17Amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Tagesimpuls:

Damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile. (Mt 13,15)

Der Gedankengang Jesu scheint auf den ersten Blick kompliziert, aber bei längerem Nachdenken ist es genau das, was wir erleben. Wenn Menschen in Sünde leben, möchten sie nicht zugeben, dass es falsch ist. Wenn jemand ihnen zeigt, dass es falsch ist, dann wollen sie das nicht verstehen, obwohl ihnen vielleicht tief im Inneren doch klar ist, dass er Recht hat und dass sie im Unrecht sind. Aber sie wollen das nicht sehen, sie wollen das nicht verstehen, weil sie sich nicht bekehren wollen. Und, das Folgende finde ich besonders bemerkenswert: Sie wollen nicht, dass Jesus sie heilt. Denken wir z.B. an eine Sucht. Jesus fragt: „willst du das loswerden und dass ich dich heile?“ Derjenige will aber nicht, er hängt an seinem sündigen Verhalten, er will sich nicht bekehren und er will nicht geheilt werden. Dann schimpft er lieber auf Jesus bzw. auf die Christen, dass sie Fanatiker wären, dass sie im Unrecht wären und er im Recht.

Damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.

Vielleicht erkennen wir in uns auch solche Verhärtungen, wo wir uns nicht ändern wollen, obwohl es besser wäre. Bei manchen könnte es sein, dass sie jemandem nicht vergeben wollen. Oder wie gesagt, eine Sucht, eine Verhaltensweise, die wir nicht abstellen wollen. Meine Erfahrung ist, dass die Beichte da eine große Kraft hat. Durch die Beichte kann man kraftvolle Befreiungen erfahren. Durch die Beichte kann das Herz wieder weich werden. Bitten wir Jesus, dass er uns ein weiches Herz schenkt, und achten wir darauf, dass wir mit unseren Verhärtungen zur Beichte gehen, damit Jesus das brechen kann!

Gebet:

Jesus, ich will kein hartes Herz haben, aber manchmal erkenne ich in mir auch diese Verhärtung, dass ich nicht umkehren und nicht zur besseren Einsicht kommen will, obwohl du es mir in der Tiefe meines Herzens zeigst. Bitte hilf uns allen, dass wir immer ein reines Herz haben, und löse alle Verhärtungen in uns!

Pastor Roland Bohnen

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