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Tagesimpuls

Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. (Apg 7,56)

Heiliger Stephanus

Erste Lesung Apg 6, 8–10; 7, 54–60

In jenen Tagen
6,8tat Stéphanus aber,
voll Gnade und Kraft,
Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
9Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertíner
und Kyrenäer und Alexandríner
und Leute aus Kilíkien und der Provinz Asien
erhoben sich, um mit Stéphanus zu streiten;
10aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach,
nicht widerstehen.
7,54Als sie seine Rede hörten,
waren sie in ihren Herzen aufs Äußerste über ihn empört
und knirschten mit den Zähnen gegen ihn.
55Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist,
blickte zum Himmel empor,
sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
56und rief:
Siehe, ich sehe den Himmel offen
und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
57Da erhoben sie ein lautes Geschrei,
hielten sich die Ohren zu,
stürmten einmütig auf ihn los,
58trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.
Die Zeugen legten ihre Kleider
zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
59So steinigten sie Stéphanus;
er aber betete
und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
60Dann sank er in die Knie
und schrie laut:
Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!
Nach diesen Worten starb er.

Tagesimpuls:

Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. (Apg 7,56)

Der heilige Stephanus ist ein großer Glaubenszeuge. In Gottes Gnade und Kraft tut er große Zeichen und Wunder. Daran erkennen wir, dass übernatürliche Zeichen für unseren christlichen Weg nicht überflüssig sind, wie viele meinen. Im Gegenteil: Wenn wir in einer Kirche leben, in der kaum Zeichen und Wunder geschehen, dann fehlt bei uns etwas. Es fehlt genau die Erfahrung der Kraft Gottes, die in der Bibel und im frühen Christentum bezeugt ist. Es ist nicht ausreichend, wenn wir nur die christlichen Werte verkündigen, ohne dass die Menschen die Kraft Gottes erleben. Leider hört man allzu oft in christlichen Kreisen, dass die Wunder in Wahrheit nie geschehen wären, dass es eine symbolische Sprache wäre. Wir dürfen uns durch solche Aussagen den Glauben an die Kraft Gottes nicht zerstören lassen.

Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.

Darüber hinaus wird Stephanus Glaubenszeuge durch die Worte, die er spricht. Der Heilige Geist gibt ihm Worte ein, die die Menschen beeindrucken. Dabei hat er keine Angst vor den Menschen, obwohl er doch spüren muss, dass sie ihm nach dem Leben trachten. Der Heilige Geist schenkt ihm Mut, das auszusprechen, was ausgesprochen werden muss. In unserer Zeit erleben wir Christen leider vielfach Angst, dass wir unsere Meinung nicht aussprechen, weil wir die Reaktion der Menschen befürchten.

Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.

Stephanus wird wiederum Glaubenszeuge, indem er den Himmel offen sieht. Ihm wird eine übernatürliche Offenbarung, eine übernatürliche Erkenntnis des Himmels geschenkt. Damit ist er für uns alle ein sehr wertvoller Zeuge. Wir glauben, dass Jesus mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren ist. Stephanus kann das bezeugen, und aus diesem Zeugnis lebt der Glaube der Kirche.

Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.

Schließlich wird Stephanus Glaubenszeuge durch seine Haltung im Sterben. Er legt sein Leben in die Hände Gottes. Und er verzeiht seinen Gegnern. Damit wird er Christus ganz ähnlich. Auch heute gibt es viele Glaubenszeugen, die ihren Glauben im Sterben bezeugen, die ihr Leben in die Hände Gottes legen können und in Frieden einschlafen. Auch heute gibt es Menschen, die vor ihrem Tod noch Frieden geschlossen haben mit ihren Gegnern.

Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.

Was können wir für uns davon mitnehmen? Lassen wir uns den Glauben an die Kraft Gottes, an Zeichen und Wunder nicht wegnehmen! Auch heute will Gott Wunder wirken, wenn er Glauben vorfindet. Sprechen wir mutig aus, was gesagt werden muss, ohne Angst vor den Reaktionen der Menschen! Öffnen wir uns für innere Eingebungen und übernatürliche Erkenntnisse, die Gott uns schenken will! Wir können das zwar nicht machen, aber wir sollen daran glauben, dass Gott so etwas schenken kann. Schließen wir Frieden mit unseren Gegnern, verzeihen wir ihnen! Legen wir unser Leben in die Hände Gottes, jetzt, und in der Stunde unseres Todes!

Gebet:

Jesus, ich danke dir für das Glaubenszeugnis des Heiligen Stephanus! Bitte schenke auch uns den Mut, für unseren Glauben einzutreten! Lass uns im Leben und im Sterben unseren Glauben bezeugen!

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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