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Tagesimpuls

Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. (Lk 2,25)

Darstellung des Herrn

Evangelium Lk 2, 22–40

22Als sich für die Eltern Jesu
die Tage der vom Gesetz des Mose
vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten,
brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf,
um es dem Herrn darzustellen,
23wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist:
Jede männliche Erstgeburt
soll dem Herrn heilig genannt werden.
24Auch wollten sie ihr Opfer darbringen,
wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt:
ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
25Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Símeon.
Dieser Mann war gerecht und fromm
und wartete auf den Trost Israels
und der Heilige Geist ruhte auf ihm.
26Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden,
er werde den Tod nicht schauen,
ehe er den Christus des Herrn gesehen habe.
27Er wurde vom Geist in den Tempel geführt;
und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten,
um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war,
28 nahm Símeon das Kind in seine Arme
und pries Gott mit den Worten:
29Nun lässt du, Herr,
deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
30Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
31 das du vor allen Völkern bereitet hast,
32ein Licht, das die Heiden erleuchtet,
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
33Sein Vater und seine Mutter
staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden.
34Und Símeon segnete sie
und sagte zu Maria, der Mutter Jesu:
Siehe, dieser ist dazu bestimmt,
dass in Israel viele zu Fall kommen
und aufgerichtet werden,
und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, –
35und deine Seele wird ein Schwert durchdringen.
So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.
36Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin,
eine Tochter Pénuëls, aus dem Stamm Ascher.
Sie war schon hochbetagt.
Als junges Mädchen hatte sie geheiratet
und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt;
37nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren.
Sie hielt sich ständig im Tempel auf
und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.
38Zu derselben Stunde trat sie hinzu,
pries Gott
und sprach über das Kind
zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
39Als seine Eltern alles getan hatten,
was das Gesetz des Herrn vorschreibt,
kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.
40Das Kind wuchs heran und wurde stark,
erfüllt mit Weisheit,
und Gottes Gnade ruhte auf ihm.

Tagesimpuls:

Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. (Lk 2,25)

Von Simeon wird berichtet, dass der Heilige Geist auf ihm ruhte. Das ist ein großes Kompliment. Laut Johannes dem Täufer ist Jesus der, auf dem der Heilige Geist bleibt. Bleiben und Ruhen, das klingt sehr ähnlich. Wenn der Heilige Geist auf uns allen bleiben würde, wären wir heilig. Leider sind wir schwankend. Wir verlieren den Heiligen Geist, aber er findet uns auch immer wieder.

Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm.

Simeon wird vom Heiligen Geist erleuchtet und geführt. Der Heilige Geist offenbarte ihm den Sinn seines Lebens: Er werde den Messias sehen. Der Heilige Geist führt ihn zum Tempel, d.h. Simeon hat auf den Heiligen Geist gehört, der konkret in sein Leben gesprochen hat. Wie er die Stimme des Heiligen Geistes gehört hat, wird uns nicht geschildert. Vielleicht war es ein Intuition, eine innere Eingebung, vielleicht ein deutliches Reden. Eine Person, auf der der Heilige Geist ruht, hat die Gabe der Unterscheidung der Geister. Im Laufe seines Lebens hat er die Stimme des Heiligen Geistes kennengelernt und weiß, dass er sich nicht täuscht. Jesus sagt dazu: „Meine Schafe kennen meine Stimme“ (Joh 10,27).

Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm.

Im Heiligen Geist stimmt Simeon den Lobgesang an, den berühmt gewordenen Lobgesang des Simeon, den die Kirche täglich in ihrem Abendgebet betet. Und in diesem Lobpreis wird er noch offener für das Wirken des Heiligen Geistes, so dass ihm Worte geschenkt werden, die er über Jesus und Maria prophezeien kann. Diese Erfahrung kennen wir aus der charismatischen Erneuerung. Im Lobpreis werden prophetische Worte geschenkt. Über einzelnen Menschen prophezeien können, das ist ein sehr wichtiges Charisma für die Kirche. Und prophetische Worte kann es nicht nur für einzelne geben. Gott will uns erleuchten, uns Wegweisung geben. Prophetische Wegweisung kann der Kirche helfen, die richtigen Schritte zu gehen. Beispielsweise wurde die erste Missionsreise auf Grund einer prophetischen Eingebung begonnen. Und aus unserer Gemeinde kann ich auch ein schönes Zeugnis geben. Das Magdalenagebet ist bei uns entstanden auf Grund eines prophetischen Zuspruchs.

Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm.

Im Heiligen Geist schenkt Simeon der Hanna Raum, die auch eine Prophetin ist. Der Heilige Geist spornt uns zum Handeln an, aber er zeigt uns auch die Grenzen, wenn wir nicht mehr dran sind, wenn ein anderer dran ist. Raum geben für den anderen, dass der andere groß sein kann in seinen Charismen, das ist auch ein wichtiger Impuls des Heiligen Geistes.

Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm.

Versuchen auch wir, offen zu sein für das prophetische Charisma! Leben wir so, dass unser Leben ein Lobpreis ist, der uns öffnet für die inneren Eingebungen des Heiligen Geistes! Und beten wir darum, dass der Heilige Geist auch auf uns ruht!

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns den Heiligen Geist geschenkt hast. Damit gibst du uns eine Liebe ins Herz, mit der wir dich und Gott zurücklieben können. Hilf uns, die Erleuchtungen zu erkennen und den Eingebungen zu folgen. Heiliger Simeon und Heilige Hanna, bittet für uns!

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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