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Tagesimpuls

Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei. (Joh 8,38)

05 Woche der Fastenzeit Mittwoch

EVANGELIUM Joh 8, 31-42

In jener Zeit

31sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger.

32Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien.

33Sie erwiderten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und sind noch nie Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden?

34Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde.

35Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; nur der Sohn bleibt für immer im Haus.

36Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei.

37Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams seid. Aber ihr wollt mich töten, weil mein Wort in euch keine Aufnahme findet.

38Ich sage, was ich beim Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt.

39Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr so handeln wie Abraham.

40Jetzt aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die Wahrheit, die ich von Gott gehört habe. So hat Abraham nicht gehandelt.

41Ihr vollbringt die Werke eures Vaters. Sie entgegneten ihm: Wir stammen nicht aus einem Ehebruch, sondern wir haben nur den einen Vater: Gott.

42Jesus sagte zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er hat mich gesandt.

Tagesimpuls:

Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei. (Joh 8,38)

Die Juden reagieren so, wie alle Menschen heute auch. „Wir sind doch frei! Wieso müssten wir noch befreit werden?“ Jesus kennt ein anderes Niveau von Freiheit, was die allermeisten Menschen nicht kennen. Sogar Katholiken können – wie die Juden – sagen: „Ich glaube doch an Gott, ich tue doch alles, ich gehe doch zur Kirche!“ Und Jesus würde sagen: „Nein, du bist nicht frei. Du sündigst. Du bist noch Sklave der Sünde, und das bedeutet letztlich, dass du die Werke des Teufels tust. Du bist noch nicht so von mir in die Freiheit gesetzt, wie es möglich wäre, wenn du eine persönliche Beziehung zu mir im Heiligen Geist hättest.“

Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei.

Ich persönlich fühle mich auch noch nicht ganz frei. Aber ich bemühe mich um eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus im Heiligen Geist, mit viel Gebet und mit dem Bemühen, in seinem Willen zu leben. Aber es gelingt mir nicht immer. Ich fühle mich wie einer, der noch auf dem Weg ist. Ich glaube, das liegt bei mir daran, dass ich eine Ahnung von dem bekommen habe, was Jesus mir schenken will. Wenn Menschen das aber nicht kennen, dann finden sie es normal, so wie es ist. Sie gewöhnen sich so sehr an die Sünde, dass sie das als Normalzustand empfinden, den man gar nicht mehr überbieten könnte.

Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei.

Der Theologe Christopher West packte es einmal in einen Vergleich. Es ist wie, wenn die meisten Menschen Auto fahren mit platten Reifen, und sie finden es großartig, wenn Sie vielleicht 30 oder 40 km/h schaffen. Dann sind sie glücklich. Wenn jemand ihnen sagt, dass sie nicht frei wären, und dass sie 200 km/h fahren könnten, dann lässt sie das kalt. Das ist für sie so, als wenn jemand chinesisch zu ihnen sprechen würde. Damit können sie nichts anfangen. Was mich persönlich betrifft, ich möchte die 200 km/h fahren, auch wenn ich manchmal noch platte Reifen habe. Aber ich weiß, wo ich hingehe, um sie reparieren zu lassen. Ich will mich von Jesus befreien lassen, um in die wahre Freiheit zu finden.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du mich aus der Sklaverei der Sünde und des Teufels befreist. Das geschieht immer wieder, immer, wenn ich beichte und du mir die Sünden vergibst. Hilf mir, dass ich vielen Menschen diese Freiheit schmackhaft machen kann und dass sie auch danach streben. Bitte reiße uns heraus aus der Oberflächlichkeit, die sich so sehr an die Sünde gewöhnt hat!

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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