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Tagesimpuls

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. (Mt 6,8)

11 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 6,7-15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen!
Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben!
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen!
Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.
Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

 

Tagesimpuls:

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. (Mt 6,8)

Gott weiß also genau, was wir brauchen. Warum sollen wir dann noch bitten? Ich sehe verschiedene Gründe. Zum einen, Gott will, dass wir bitten, damit wir anerkennen, dass wir seine Gaben von ihm und durch ihn empfangen. Durch das Bitten nehmen wir die Dinge nicht als selbstverständlich. Eine Mutter z.B. gibt ihrem Kind gerne Süßigkeiten zu essen. Aber das Kind darf sich nicht einfach etwas nehmen. Es soll fragen. Dadurch entsteht Beziehung, und das ist für uns Menschen lebenswichtig. Leider ist es heute immer mehr verbreitet, dass die Kinder an den Kühlschrank gehen und sich bedienen. Aus psychologischer Sicht ist das total schädlich. Die Beziehung wird nicht gefördert. Die Kinder müssten die Mama erleben, die das Essen für sie zubereitet. Und dies ist auch ein Grund, warum wir Gott bitten sollen. Dadurch entsteht die Beziehung, und wir nehmen seine Gaben nicht für selbstverständlich.

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

Ein anderer Grund ist: Gott will, dass wir mit ihm mitwirken an seiner Schöpfung und an seiner Erlösung. Durch die geschlechtliche Liebe wirken wir mit Gott an der Schöpfung des Menschen. Durch die Landwirtschaft wirken wir mit an der Entstehung der Früchte der Erde. Durch unser Beten wirken wir mit an dem Segen, den Gott spenden will. Wenn wir z.B. den Wettersegen spenden, dann wirken wir mit an dem Schutz, den Gott unserer Welt vor der Macht des Bösen schenkt, der die Natur gegen den Menschen wenden will. Wenn wir für andere Menschen um Heil und Erlösung beten, dann wirken wir mit Gott gemeinsam am Erlösungswerk. Wenn wir für Heilung beten, wirken wir mit an der Wiederherstellung von Gottes Schöpfung. Gott will am liebsten alles mit uns gemeinsam machen. Er will uns als Partner haben. Darum hat er uns geschaffen. Er will nicht, dass wir so unabhängig von ihm leben, wie es heute meistens geschieht.

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

Gott freut sich, wenn wir ihn als seine Kinder anerkennen. Darum gibt uns Gott auch Dinge, die wir nicht brauchen, die wir uns aber wünschen. Diese Wünsche kann Gott nicht für uns aussprechen, denn es sind ja unsere Wünsche, die müssen wir selbst durch unsere Gebete aussprechen. Das geht über das Brauchen weit hinaus. Natürlich kann uns Gott nicht immer unsere Wünsche erfüllen, vor allem nicht immer sofort. Aber dass Gott auch Wünsche seiner Kinder erfüllt, das steht fest. Es geht im Leben nicht nur um das, was wir brauchen. Es geht um die Liebe. Und in der Liebe schenkt man den anderen nicht nur Nützliches, was der andere braucht. Da möchte man dem anderen auch Geschenke machen, über die er sich freut, auch wenn es nicht nötig gewesen wäre. Vertrauen wir Gott! Glauben wir Gott! Er liebt uns so sehr, er will uns auch Wünsche erfüllen, weit über das hinaus, was wir brauchen. Wir sind seine Kinder, seine Erben! Wir dürfen nicht wie der ältere Sohn dastehen, der meinte, er dürfe nichts von seinem Vater bekommen. Das war eine Lüge, und dieser Lüge dürfen wir nicht aufsitzen.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns die Beziehung zum Vater schenkst, dass wir seine Kinder und Erben sein dürfen, dass Gott uns sogar nicht nur das schenkt, was wir brauchen, sondern vieles mehr, auch das, was wir uns wünschen. Hilf uns, dieses Vertrauen als Kinder Gottes zu entwickeln und mit Vertrauen zu bitten!

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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Eine Antwort auf „Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. (Mt 6,8)“

JESUS, in Matt. 7, 7-11  steht

Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.

Und somit danke ich DIR-JESUS, für das Beten, welches DU den Jüngern und so auch uns gelehrt hast. Im Gebet zu unserem Vater im Himmel, darf ich mich IHM ganz hingeben. Im beten gebe ich Gott die Ehre, gebe mich IHN hin, damit sein Reich komme, und ich spreche mein Bekenntniss aus, dass ich ein Sünder bin – indem ich spreche…vergib uns unsere Schuld.

Herr, DU kennst mich und meine Gedanken sind DIR bekannt. So bitte ich;
Hl.Geist, bitte trage einen jeden Gedanken den ich in mir spüre und Jesus Christus schenken will, hinauf in den Thronsaal Gottes. Alle unreine Gedanken und Blicke zerstöre schon im Keim, damit ich immer wieder versuche, im göttlichen Willen zu leben. Amen

….Vater unser im Himmel, geheiligt werde
     Dein Name….

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