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Tagesimpuls

Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen. (Mt 9,36)

14 Woche im Jahreskreis Dienstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 9, 32-38

In jener Zeit brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war.
Er trieb den Dämon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen.
Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden.
Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

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Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen. (Mt 9,36)

Jesus hatte Mitleid. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt der Liebe. Wenn ich jemanden liebe, bin ich bereit, mit ihm und für ihn zu leiden. Das Wort „Sympathie“ heißt wörtlich übersetzt „Mitleid“. Oder denken wir an das Wort „Leidenschaft“ (lateinisch „Passion“), all diese Worte wollen ausdrücken, dass jemand etwas oder einen Menschen so sehr liebt, dass er bereit ist, für diese Liebe große Leiden auf sich zu nehmen. Jesus kommt in die Welt, um mit uns Menschen zu leiden. Im Himmel hatte er Herrlichkeit und vollkommenes Glück. Aber er hat den Himmel verlassen, um an unseren Leiden teilzunehmen.

Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen.

Wenn uns jemand verletzt, dann nehmen wir auch an seinem Leid teil. Leider reagieren wir meist mit Ärger. Eigentlich müssten wir für die Person beten. Wenn wir lange für sie beten, dann kommt irgendwann in uns Mitleid auf für diese Person. Dann sind wir in der Haltung Jesu, der seinen Feinden vergeben hat. Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Für genau diese Menschen, die ihm Böses getan haben, ist Jesus in die Welt gekommen. Und auch wir sind dazu berufen, die Menschen zu lieben, die uns Leid zufügen. Dann tragen wir bei zu ihrer Erlösung.

Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen.

Das Mitleid ist eine Haupttriebfeder zur Evangelisation. Wir sehen mit den Augen Jesu das Leid der Menschen und wollen helfen. Daher beten wir für Heilung und Befreiung vom Bösen. Jesus braucht uns. Er braucht viele gute Hirten, weil es so viele Menschen sind. Jeder ist irgendwie im Leid befangen, und jeder braucht einen guten Hirten, der ihm die Liebe Jesu vermittelt. Wenn wir für die Menschen und mit den Menschen beten, dann werden wir zu guten Hirten, dann kann Jesus auch in unserer Generation viele Kranke heilen.

Gebet:

Jesus, ich danke dir für dein Mitleid. Ich danke dir, dass du unsere Leiden teilst. Ich will mir neu vornehmen, für alle Menschen zu beten, besonders auch für die, die mir Leid zufügen. Gib, dass durch das Mitleid, das du mir schenkst, Menschen erlöst werden können, damit dein Friede und dein Reich wachsen können.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org


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Eine Antwort auf „Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen. (Mt 9,36)“

Herr, ich lese heute, dass DU einen stummen Menschen heilst.

Zunächst bitte ich DICH, Heile auch den kleinen Elija, dass er nun bald anfängt zu sprechen,  bitte löse seine Zunge. Danke Jesus

Jesus,  wenn DU Stumme heilst, dann auch Blinde und Taube, dann heilst DU-JESUS auch Gelähmte und Krüppel u.v.m.
DU-JESUS, heilst nicht nur, sondern DU befreist uns von allen Bindungen und Knechtschaften.

Herr, auf die Fürsprache der 19 Märtyrer von Gorkum, auf die Fürsprache Mariens  – der Königin des Friedens, Maria – Jungfrau der Heiligen Hoffnung,  sprenge in mir alle Schlösser und öffne meine Sinne. So kann ich Dein Wort hören, Deine Stimme wahrnehmen und so Dein heilbringendes Wort, zu den Menschen bringen.
Amen 🙏

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