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Tagesimpuls

Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. (Mt 10,6)

14 Woche im Jahreskreis Mittwoch

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 10, 1-7

In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes,
Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus,
Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.
Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter,
sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

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Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. (Mt 10,6)

Es gibt eine Sendung innerhalb der Sendung. Wir werden gesendet als Jesu Jünger, als seine Apostel, aber dann gibt er uns auch spezielle Aufträge. z.B. ist jemand verheiratet und hat seine Familie als ganz besonderen Auftrag von Jesus bekommen. Ein Priester hat seine Gemeinde als Auftrag bekommen. Jemand kann eine besondere Sendung zur Jugend haben. Und eine anderer hat eine besondere Sendung, in fernen Ländern das Evangelium zu verkünden. Und bei all dem gilt: Alles hat seine Zeit. Ich kann im Moment eine besondere Sendung haben, aber später kann sich das ändern. Später z.B. waren die Apostel in Samaria und bei den Heiden.

Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

Man muss also auch Nein sagen lernen, wenn man die Sendung Jesu erfüllen will. Das heißt aber nicht, dass wir nicht immer und überall einen evangelistischen Lebensstil führen könnten. Jemand kann z.B. eine besondere Sendung zur Jugend haben, aber dennoch beim Einkaufen evangelisieren, auch wenn er nicht mit einem Jugendlichen spricht. Wir können beim Friseur evangelisieren oder in der Arztpraxis. Bei Dingen, die man sowieso macht, kann man immer seinen evangelistischen Lebensstil praktizieren. Aber wenn es darum geht, besondere Aufgaben zu übernehmen, die Zeit kosten, dann sollte man gut prüfen, wohin Jesus einen gesendet hat. Wer z.B. zu den Senioren gesendet ist, der sollte dann nicht zusätzlich noch eine Jugendgruppe übernehmen.

Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

Vielleicht fragt sich jemand, wie man denn seine Sendung erkennt. Man merkt es daran, wohin man gerne geht, was einem gut gelingt, wie man seine Talente optimal zum Einsatz bringt. Jesus sagte dazu: „Meine Speise ist es, den Willen des Vaters zu tun.“ Wenn man also den Willen Gottes tut, dann ist das wie eine Speise, die einen nährt, die einem gut tut, die einem ein gutes Gefühl gibt. Aber man sollte es immer auch mit einem geistlichen Begleiter abstimmen. Eine Sendung von Jesus geschieht nie im luftleeren Raum, sondern immer im Rahmen der Kirche, in der lebendigen Glaubensgemeinschaft. Wir brauchen den Anschluss an eine lebendige Glaubensgemeinschaft, damit wir eine Sendung von Jesus erkennen und leben können.

Gebet:

Jesus, ich danke dir für meine Sendung, aber auch für unsere Sendung, denn so viele Menschen sendest du und du gibst jedem seine Aufgabe. Bitt hilf mir, dass ich nicht zu viel mache, dass ich auch Nein sagen kann. Und hilf auch allen, die noch auf der Suche sind nach ihrer Sendung.

Pastor Roland Bohnen

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