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Tagesimpuls

Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. (Lk 24,11)

Osternacht

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 24,1-12

Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab.

Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war;

sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht.

Und es geschah: Während sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen.

Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?

Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war:

Der Menschensohn muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.

Da erinnerten sie sich an seine Worte.

Und sie kehrten vom Grab zurück und berichteten das alles den Elf und allen Übrigen.

Es waren Maria von Magdala, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und die übrigen Frauen mit ihnen. Sie erzählten es den Aposteln.

Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht.

Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

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Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. (Lk 24,11)

Obwohl die Apostel viele Wunder von Jesus gesehen hatten, und obwohl Jesus seinen Tod und seine Auferstehung vorausgesagt hatte, ist diese Botschaft doch auch für sie schwer zu glauben. Das macht uns heutigen Menschen die Apostel sympathisch, weil auch wir uns schwertun mit dem Glauben. Ein besonders sympathischer Vertreter der Apostel ist der Heilige Thomas, von dem wir am Sonntag nach Ostern hören, der als der „ungläubige Thomas“ in die Geschichte eingegangen ist.

Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht.

Wir lernen daraus: Auch wenn wir schon viel Gutes mit Jesus erlebt haben, auch wenn wir immer wieder die Worte Jesu gehört haben, kann es doch geschehen, dass wir nicht so sehr auf Gott vertrauen wie wir sollten. Dies geschieht besonders in großen Krisen, wo wir die schützende Hand Gottes vermeintlich nicht mehr spüren. Ein großer prominenter Vertreter ist auch der Heilige Johannes der Täufer, der in der Krise seines Gefängnisses an Jesus zweifelte, obwohl er ihn doch zuvor so gewaltig verkündet hatte als das Lamm Gottes.

Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht.

Wir sind also nie gewappnet. Ich denke oft, dass ich in meinem Alter doch mehr gefestigt sein müsste. Aber man kann sich nicht im Voraus festigen, so wie man auch nicht für Tausende von Kilometern im Voraus tanken kann. Daher sagte Jesus noch im Garten Gethsemane: „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet, denn der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Wir brauchen zeitlebens die Wachsamkeit und intensives Gebet, damit unser Gottvertrauen auch in Krisensituationen nicht zusammenbricht. Wir müssen es leider beklagen, auch im Alter kann es noch geschehen, dass Menschen sich vom Glauben abwenden. Vielleicht wahren sie noch die äußere Form, aber innerlich zweifeln sie an vielem.

Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht.

Wir können vieles nur verstehen durch den vom Heiligen Geist erleuchteten Verstand. Und diese Erleuchtung finden wir nur dich das intensive und beständige Gebet, sowohl persönlich als auch in der Gemeinschaft. Möge unsere Kirche wieder eine Gemeinschaft von Betern sein, die ihre Zweifel überwinden, weil ihnen, wie den Aposteln, reale Begegnungen mit dem Auferstandenen geschenkt werden. Diese Begegnungen können auch wir im Gebet finden, wenn wir im Gebet treu bleiben und Jesus immer wieder suchen.

Gebet:

Jesus, du hast versprochen: „Wer sucht, der findet.“ Wir wollen dich, den Auferstandenen finden, so wie die Frauen dich gesucht haben, wie die Apostel dich gesucht haben. Wir wollen nicht bei den Zweifeln stehen bleiben, sondern unsere Zweifel überwinden. Bitte schenke uns ein tiefes Gottvertrauen, dass gewachsen ist durch das treue Gebet.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
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5 Antworten auf „Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. (Lk 24,11)“

von: Viktor-Maria Stein, Eggenfelden
Passende Zeilen zu Karsamstag fand ich in dem Jenseits-Werk „Von der Hölle bis zum Himmel“ welches ich momentan wieder mal lese und erarbeite.

Karsamstag

JESUS – der Gekreuzigte, ist allein Gott über alle Himmel und über alles, was den unendlichen Raum erfüllt. Er ist der VATER seinem urewigen Liebewesen nach, der EWIGER SOHN Seine Weisheit und der HEILIGEN GEIST Seiner unendlichen Macht, Kraft und Wirkung nach. – An diesem Jesus wende dich im Herzen wahrhaftig und getreu und Liebe an Ihn, der dich so sehr liebt und liebte, daß  Er aus Liebe zu dir wie zu allen Menschen die Menschennatur annahm und des Leibes bittersten Tod über Sich kommen ließ, auf daß dir und allen Menschen ein ewiges Leben ermöglicht werde.

J. Lorber, Robert Blum, Bd.1, Kap.126

von: Viktor-Maria Stein, Eggenfelden
Da ist mir ein Formulierungsfehler untergekommen. Es muß heißen:

– An diesen Jesus wende dich im Herzen wahrhaftig und getreu, und liebe Ihn, Der dich so sehr liebte und liebte, …

Von Reinhard Dismas:
Gerade jetzt!
In letzter Zeit kommt einem die Welt immer absurder vor. Die mächtigen Herrscher unseres Planeten sind
scheinbar von allen guten Geistern verlassen. Trump, Putin, Xi Jinping und ihresgleichen benehmen sich wie kleine Kinder, die im Kindergarten zanken. Aber Leider zicken sie nicht um ein paar belanglose Spielzeuge herum, sondern um Nationen mit Millionen von Menschen.
Gerade jetzt!
Wo es in dieser Welt scheinbar keine verlässlichen Werte mehr gibt ist die Osterbotschaft Jesu wichtiger denn je. Seine Auferstehung rückt die Verhältnisse wieder gerade. Unser oft frustrierendes irdisches Leben ist nur eine kurze Pilgerreise zur ewigen Freude an seiner himmlischen Tafel.
Gerade jetzt!
Brauchen wir diese Internetseite, die uns jeden Tag neuen Mut auf dieser Pilgerreise macht.
Ich wünsche allen ein freudiges Osterfest mit meinem besonderen Dank an Pastor Bohnen und allen die ihn bei seiner Arbeit unterstützen.
Bis dann 🙏🏾🌈🙏👍😊👋

Ja genau , das treue Gebet , privat und gemeinsam erschließt uns erst den Glauben .
Das spüre ich auch immer mehr . Laßt uns zurückkehren jeden Tag neu zum treuen Gebet.
Danke für diesen schönen Impuls , lieber Pfarrer Bohnen und gesegnete Osteroktav .

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