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Tagesimpuls

Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. (Joh 21,13)

03 Sonntag der Osterzeit

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 21, 1–19

In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen.
Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren,
zerriss das Netz nicht.
Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.
Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer!
Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Liebst du mich? Er gab ihm zur Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, hast du dich selbst gegürtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.
Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!

Tagesimpuls

Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. (Joh 21,13)

Früh morgens bereitet Jesus den Jüngern ein Mahl. Bei diesem Mahl erscheint er ihnen, sie erkennen ihn. Daraus hat sich die Eucharistie entwickelt, die Mahlgemeinschaft mit Jesus, zu der er uns einlädt.

Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

Das Evangelium zeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, Jesus zu erkennen. Zunächst erkennen sie ihn gar nicht, obwohl er schon bei ihnen ist und mit ihnen spricht. Er gibt ihnen einen wichtigen Tipp für den Fischfang. Als sie dann tatsächlich eine unglaublich große Menge an Fischen gefangen haben, da erkennen sie nach und nach, dass es Jesus ist.

Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

Heute ist die Begegnung mit Jesus im Heiligen Geist. Vielleicht spricht Jesus schon durch eine innere Stimme zu uns, aber wir erkennen ihn noch nicht. Wenn wir dieser Stimme aber folgen, dann segnet er uns. Die 153 Fische sind ein Zeichen für den Segen, den Jesus uns schenkt. Wenn wir diesen Segen erleben, dann beginnen wir, ihn zu erkennen: Es ist der Herr. Im Laufe der Zeit lernen wir dann diese Stimme immer besser kennen, so dass wir schon schneller erkennen, dass es der Herr ist.

Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

Dann lädt Jesus uns zum Mahl ein. Das ist die Eucharistie. Er hat alles vorbereitet, wir müssen nur Ja sagen und kommen. Dabei lädt er uns ein, etwas von dem mitzubringen, womit er uns gesegnet hat. Die Jünger legen ihren frisch gefangenen Fisch mit auf die Holzkohlenglut. Das zeigt: Wir werden von Jesus eingeladen, wir sollen aber auch etwas aus unserem Leben beitragen, so dass es eine wirkliche Gemeinschaft wird. Heute ist diese Idee noch in der Kollekte während der Messe verwirklicht. In manchen Ländern spenden die Menschen bei der Kollekte auch heute noch Naturalien, z.B. Feldfrüchte oder Tiere.

Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

Jesus gibt sich uns zu erkennen, in der inneren Stimme im Heiligen Geist, und dann in der Eucharistie, wo er uns zum Mahl einlädt, wo er aber auch die Gaben unseres Lebens annimmt und mit seinen Gaben vereint.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du dich uns offenbarst. Hilf uns, im Alltag auf deine innere Stimme zu hören, damit wir durch dich gesegnet werden können. Danke, dass wir in der Eucharistie immer zu dir kommen dürfen. Danke, dass du dort unser Leben annimmst, dass du dich uns dort aber auch schenkst.

So könnte ein antikes Holzkohlenfeuer ausgesehen haben. Allerdings müsste es für die Menge größer gewesen sein. Ein Grillrost, wie wir ihn heute kennen, gab es damals auch schon, war aber für einfache Fischer eher ungewöhnlich.

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