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Tagesimpuls

Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? (Joh 6,30)

03 Woche der Osterzeit Dienstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 6, 30–35

In jener Zeit sagte die Menge zu Jesus:
Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du?
Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.
Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!
Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

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Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? (Joh 6,30)

Eigentlich hatte Jesus doch eine Menge von Zeichen gewirkt, sogar gewaltige Zeichen wie die Brotvermehrung. Und doch sind das für die Menschen, die nicht glauben (oder nicht so stark glauben) keine Zeichen, keine Beweise. Es ist erstaunlich. Die einen sind überwältigt und verblüfft über die Gegenwart Gottes, und die anderen sehen es gar nicht. Für sie ist es so, als wenn es noch keine Zeichen gegeben hätte.

Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben?

Zeit Lebens (ich meine mein Leben im Heiligen Geist seit 1979) sehne ich mich nach überzeugenden Zeichen für die Menschen, die noch nicht (so stark) glauben. Manchmal denke ich, dass es ein Zeichen wäre, wenn mal wirklich sehr viele Menschen bei uns zur Kirche kämen. Aber ich befürchte, dass – wenn es wirklich mal so wäre – auch das nicht als Zeichen wahrgenommen würde. Vermutlich würde man dann von „Massenhysterie“ sprechen oder irgendeine andere Erklärung suchen. Ich kenne einen Pfarrer, bei den sonntags über 100 Obdachlose zur Messe kommen. Aber ich glaube, das wird einfach übersehen. In so etwas müsste man doch ein Lichtzeichen für die Kirche sehen. Aber es sind nicht viele, die das sehen.

Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben?

Ich muss mich damit abfinden, dass die, die noch nicht so stark glauben, die Zeichen einfach nicht wahrnehmen. Und wer es wahrnimmt, für den sind die Zeichen, die jetzt schon geschehen, ausreichend. Ich erlebe diese Menschen, die das Wirken Gottes sofort erkennen. Mitunter kommen sie von weit her in unsere Gemeinde. In 1 Kor 2,14 erklärt Paulus dazu, dass geistliche Wirklichkeiten nur im Heiligen Geist erkannt werden können. Vermutlich muss man das akzeptieren. Und auch wenn all die Zeichen geschehen würden, die ich mir wünsche, wäre das für die Menschen, die es jetzt nicht erkennen, auch dann kein Beweis.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass wir dein Wirken in unserer Gemeinde spüren dürfen. Ich danke dir auch für die Sehnsucht, die du mit ans Herz gelegt hast, dass noch mehr Menschen es erkennen. Ich bitte dich, dass noch mehr Zeichen bei uns geschehen. Ich bitte dich aber vor allen Dingen, dass noch mehr Menschen dich erkennen.

Pastor Roland Bohnen

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