06 Woche der Osterzeit Montag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 16, 29–33
In jener Zeit sagten die Jünger zu Jesus: Siehe, jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Bildreden.
Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und von niemandem gefragt zu werden brauchst. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.
Jesus erwiderte ihnen: Glaubt ihr jetzt?
Siehe, die Stunde kommt und sie ist schon da, in der ihr versprengt sein werdet, jeder in sein Haus, und mich alleinlassen werdet. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.
Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.
Tagesimpuls
Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. (Joh 16,33)
Jesus spricht von großen Bedrängnissen, die wir als Jünger durchleiden müssen. Die Bedrängnis bei seiner Verhaftung und Kreuzigung steht für alle Bedrängnisse seiner Jünger. Es gibt die verfolgten Christen in allen Generationen und weltweit. Aber auch wenn wir keine direkte Verfolgung erleiden, leiden wir unter vielerlei Bedrängnissen. Es gibt so vieles, was uns den inneren Frieden rauben will, auch in unserem eigenen Leben.
Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt.
Daher passt es auch für uns selbst, wenn Jesus uns seinen Frieden zusagt. In ihm sollen wir Frieden haben. Ich habe gute Erfahrungen gemacht, indem ich immer wieder die Geister der Angst gebunden und weggeschickt habe. Und dann empfange ich den Frieden, indem ich die Worte immer wiederhole. Z.B. das Wort: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Oder das heutige Wort:
Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt.
Wenn ich das Wort wiederhole, entfaltet der Heilige Geist seine Kraft in mir. Es ist eine wirkliche Erfahrung, nicht bloß Einbildung. Natürlich ist es auch gut, alle unsere himmlischen Freunde herbeizurufen. Wir müssen nicht alleine kämpfen. Den Schutz unserer Freunde, der Heiligen, rufe ich auch immer wieder an. Manchmal sind die Bedrängnisse so groß, dass man viel Zeit hat, um zu beten, bis man eine Erleichterung erfährt. Die Heiligen haben das auch erlebt. Wir brauchen viel Gebet, um wieder einzukehren in den Frieden, den Jesus uns schenken will. Aber das ist unsere Aufgabe, dazu sagen wir Ja.
Gebet:
Jesus, du stellst uns in einen Kampf, genauso wie die Jünger aller Zeiten kämpfen mussten. Bitte hilf uns, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Du willst uns deinen Frieden schenken. Aber wir brauchen viel Gebet und immer die Gebetsunterstützung der Gemeinschaft der Kirche – der Kirche des Himmels und unserer Geschwister hier auf der Erde.
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
Fax 02456 – 3019
pastor.bohnen@kirche-selfkant.de
www.kirche-selfkant.de
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