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Tagesimpuls

Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. (Joh 17 ,4)

07 Woche der Osterzeit Dienstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 17, 1–11a

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht!
Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.
Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus.
Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast.
Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war!
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt.
Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist.
Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir.
Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

Tagesimpuls

Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. (Joh 17,4)

Jesus hat sein Werk zu Ende geführt. Er hat den Vater verherrlicht. „Geheiligt werde dein Name!“, so hat er auch uns zu beten gelehrt. So wie Jesus, so haben auch wir ein Werk zu Ende zu führen, das Werk, das der Vater uns aufgetragen hat und das ihn verherrlicht. Bei jedem von uns ist das etwas anders, aber es ist ein Werk, zu dem er uns bestimmt hat. Wir nennen es auch unsere Berufung.

Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast.

Wir können darüber nachdenken: Welches Werk hat Gott mir aufgetragen? Und wie weit bin ich? Ist es schon zu Ende? Oder habe ich noch einen Weg vor mir? In der Praxis kann das Werk, das Gott uns aufgetragen hat, auch im Laufe der Zeit anders aussehen. Für Eltern mit kleinen Kindern sieht es anders aus, als wenn die Kinder aus dem Haus sind. Für Menschen, die verwitwet oder von ihrem Partner getrennt sind, sieht es wieder ganz anders aus als vorher. Wir können und sollen also auch in den Unterschiedlichen Lebensphasen nach unserer Berufung fragen und bewusst das Werk tun, das Gott uns aufgetragen hat.

Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast.

Einmal wird unser irdisches Werk zu Ende gehen. Auch darauf sollen wir vorbereitet sein. Die Hl. Therese von Lisieux sagte vor ihrem Tod: „Ich werde meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun.“ Wir dürfen unser Lebenswerk also nach dem Tod vom Himmel aus fortsetzen, so wie Jesus es auch tut. Vom Himmel aus sendet er uns den Heiligen Geist, vom Himmel aus ist er vor Gott unser Fürsprecher. So gehen wir in unserem Leben durch verschiedene Phasen, und wenn unser irdisches Werk vollbracht ist, dann machen wir im Himmel weiter.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du mir ein Werk in die Hände gelegt hast, das ich zu Ende führen soll. Hilf mir, gut damit umzugehen. Hilf mir loszulassen, wenn ich loslassen soll. Zeige mir aber auch immer, was ich tun soll, um dich zu verherrlichen.

Pastor Roland Bohnen

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