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Tagesimpuls

Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so l ass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder. (Mt 5,23f)

10 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 5, 20–26

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe!
Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen.
Amen, ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.

Tagesimpuls

Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder. (Mt 5,23f)

Hier sehen wir, wie Jesus die Gebote der Alten Testaments erfüllt. Er erfüllt sie mit Sinn, mit ihrer wahren Bedeutung, mit Innerlichkeit. Es geht nicht nur um eine äußerliche Regelbefolgung. Beim Beispiel von Hass und Ärger geht es darum, dass unser Herz ganz rein ist, auch von bösen Gedanken. Jesus will uns als Person erlösen. Wir sollen ganz heil sein, vor allem auch innerlich. Wenn einer äußerlich das Gebot befolgt, ist das sicher gut. Aber wenn jemand innerlich heil ist und sich nach außen hin gut verhält, dann ist das auf jeden Fall besser.

Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder.

Ich bin über die Versöhnung gestolpert. Was macht man, wenn der andere nicht reden will? So etwas gibt es ja in vielen Fällen. Wir können uns auch innerlich versöhnen. Stephanus z.B. hatte keine Chance, sich mit denen zu versöhnen, die ihn steinigten. Aber er war innerlich versöhnt, indem er betete: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ (Apg 7,60)

Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder.

Es gibt sogar eine Methode, dass man sich nur vorstellt, man würde sich mit der anderen Person versöhnen, und das hilft wirklich. Man kann verstehen, warum es hilft, denn der Ärger ist innerlich. Wenn man eine innerliche Versöhnung vollzieht, dann ist der innerliche Ärger weg. Das wirkt sich auch auf die reale Begegnung aus. Trotzdem, wenn der andere nicht reden will, dann kann ich nur dafür sorgen, dass mein Herz rein ist ihm gegenüber. Der andere hat seinen Weg, seine Zeit, darüber habe ich nicht zu urteilen.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns den Weg zur Versöhnung zeigst. Ich will ihn gehen. Ich will wenigstens mit allen Menschen innerlich versöhnt sein. Danke, dass du uns Gnade dazu schenkst.

Pastor Roland Bohnen

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