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Tagesimpuls

Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange sc hlägt, dann halt ihm auch die andere hin! (Mt 5,39)

11 Woche im Jahreskreis Montag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 5, 38–42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin!
Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel!
Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm!
Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab!

Tagesimpuls

Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin! (Mt 5,39)

Jesus betont, dass man mit Gewalt einen Menschen nicht ändern kann. Man kann ihn nur mit Güte ändern, d.h. man muss ihn irgendwie Güte spüren lassen. Gott hält immer die andere Wange hin, er wehrt sich gar nicht. Er lässt uns die Freiheit. Er behandelt uns immer mit Güte, auch wenn wir sündigen. So sollen auch wir die Menschen mit Güte behandeln.

Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin!

Wir wissen, dass das nicht immer realistisch ist. Schon in der Kindererziehung lernen wir, dass wir Kindern Grenzen setzen müssen. Erwachsenen müssen wir auch Grenzen setzen. Wir müssen sie daran hindern, andere zu verletzen, so weit das möglich ist. Dazu gibt es z.B. die Polizei. Aber wie steht das in Verbindung mit dem oben Gesagten, dass man nicht mit Gewalt reagieren soll? Ein Polizist hat auch die Möglichkeit, mit Liebe zu handeln. Er kann aus Hass oder aus Liebe handeln. Unser Verhalten soll immer von Güte und Respekt bestimmt sein, nie von Hass und Gewalt.

Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin!

Die Frage nach der Gewaltlosigkeit bleibt ein schwieriges Thema. Aber was wir auf jeden Fall mitnehmen können, das ist die Überzeugung: Ich will immer aus Liebe handeln. Zwang und Gewalt verändern einen Menschen nicht, nur die Liebe. Und wenn ich in der Situation bin, anderen Grenzen setzen zu müssen, dass will ich auch das möglichst mit Liebe tun.

Gebet:

Jesus, es scheint in dieser Welt notwendig zu sein, dass wir anderen Grenzen setzen müssen, leider auch manchmal mit Gewalt. Aber hilf uns, trotzdem immer in der Liebe zu bleiben. Hilf uns, gütig zu allen zu sein, so wie du deine Sonne über allen scheinen lässt, über Guten und Bösen.

Pastor Roland Bohnen

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