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Tagesimpuls

Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. (Mt 5,44)

11 Woche im Jahreskreis Dienstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 5, 43–48

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

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Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. (Mt 5,44)

Bei der gestrigen Frage, wie es zu verstehen ist, dass man auch die andere Wange hinhalten muss, habe ich mich schwer getan. Ich habe mit Jugendlichen darüber gesprochen. Einer sagte, es kommt auf die Situation an. Mir wurde klar, dass man auf jeden Fall viel beten muss, damit Gott helfen kann, damit sich die Situation auflöst oder damit man mit seiner Hilfe erkennen kann, wie man sich verhalten soll. Was Jesus heute im Evangelium dazu sagt, ist sehr klar und unmissverständlich. Auf jeden Fall soll man die Liebe im Herzen bewahren und für die Menschen beten, die einen verfolgen.

Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.

Liebe im Herzen bewahren heißt, dass man sich vom Bösen nicht anstecken lässt. Egal was der andere sagt oder tut, ich bewahre mein Herz rein. Ich bin ihm nicht böse, ich will nur Gutes für ihn. Und es ist immer richtig, für ihn zu beten, für alle zu beten, viel zu beten. Wenn wir beten, dann kann Gottes Licht, seine Liebe, seine Hilfe in die Situation fließen. Es können neue Dinge geschehen, mit denen man nicht rechnen konnte. Es können sich neue Türen öffnen.

Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.

Vor kurzem hörte ich von einem Konflikt, wo zwei Personen ganz gegensätzliche Interessen hatten. Es gab scheinbar keinen Ausweg, und die Situation eskalierte. Aber dann veränderte sich auf einmal die Grundsituation. Alles wurde anders, und es gab keinen Grund mehr für den Streit. So etwas kann Gott machen, wenn wir beten. Er öffnet eine Tür, mit der niemand rechnen konnte.

Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.

Ich hörte von einer anderen Situation, wo jemand einen Tag lang fastete, und am Ende des Tages hatte sich die Konfliktsituation aufgelöst. Auch so etwas gibt es, auch so etwas ist möglich bei Gott. Beziehen wir ihn ein in unsere Konflikte! Beten wir viel, dann kann seine Gnade fließen und er wird uns Lösungen schenken, die niemand voraussehen konnte.

Gebet:

Jesus, es gibt so viele Konflikte. Bitte hilf uns, dass wir immer auf dich vertrauen und zu dir beten. Bewahre uns davor, dass wir uns vom Bösen anstecken lassen.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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