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Tagesimpuls

Sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. (Mt 12,41)

16 Woche im Jahreskreis Montag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 12, 38–42

In jener Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu Jesus: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen.
Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein Zeichen gegeben werden außer das Zeichen des Propheten Jona.
Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.
Die Männer von Ninive werden beim Gericht mit dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. Und siehe, hier ist mehr als Jona.
Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.

Tagesimpuls

Sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. (Mt 12,41)

Es gibt göttliche Zeichen und die göttliche Botschaft. Jesus will, dass wir seiner Botschaft glauben, und das heißt, umkehren und danach handeln. Man könnte versucht sein, zu meinen, dass die Botschaft allein zu wenig wäre, dass die Menschen Zeichen bräuchten, um zu glauben. Tatsächlich macht Jesus seine Botschaft durch Zeichen glaubwürdig. Aber wenn wir Jesus Ehre erweisen, dann glauben wir schon seinen Worten, nicht erst dann, wenn wir Zeichen bekommen.

Sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt.

Häufig ist es so, dass Menschen, die auf Jesus vertrauen und ihr Leben nach ihm ausrichten, dann als Bestätigung auch Zeichen von ihm erhalten. Dann bekräftigen die Zeichen den Glauben an Jesus. Da unser Glaube immer im Wachsen begriffen ist, weil er nie fertig ist sondern immer noch schwach, sollten wir dankbar sein für alle Zeichen, die der Herr uns schenkt. Es wäre stolz, wenn jemand sagt, dass er keine Zeichen braucht. Der König Achas z.B. war so stolz, dass er kein göttliches Zeichen bekommen wollte, obwohl Gott es ihm durch den Propheten angeboten hatte (Jes 7,11f). Wir Christen sollen also immer offen sein für die Zeichen Gottes. Was wir nicht dürfen, das ist, Zeichen zu erfordern als Vorbedingung dafür, dass wir glauben.

Sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt.

Eine Sache erstaunt mich immer wieder. Jesus hatte schon so viele Zeichen gewirkt. Wieso fragen die Schriftgelehrten und Pharisäer trotzdem noch nach Zeichen? Vielleicht liegt es daran, dass die Zeichen selten so öffentlich sind, und selbst wenn sie öffentlich sind wie z.B. das Sonnenwunder von Fatima, dann werden sie trotzdem nicht wahrgenommen.

Sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt.

Ich kann noch etwas für mich daraus lernen. Ich sollte mehr auf die Zeichen schauen, die der Herr mir schon gegeben hat. Ich sollte immer wieder in Dankbarkeit darauf zurückschauen. Und dann ist meine Antwort die Umkehr, also das konkrete Leben nach den Worten Jesu. Und ich glaube, dass Jesus durch mich weitere Zeichen wirken will, um Menschen zu helfen, ihn zu erkennen und an ihn zu glauben.

Gebet:

Jesus, ich danke dir für alle Zeichen, die du mir in meinem Leben geschenkt hast. Es sind viele. Trotzdem sehne ich mich nach mehr von dir. Ich sehne mich danach, dass deine göttliche Gegenwart für viele Menschen spürbar wird. Bitte hilf mir, dass ich umkehre und mein Leben nach deinen Worten ausrichte.

Pastor Roland Bohnen

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