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Tagesimpuls

Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch wegge nommen, was er hat. (Mt 13,12)

16 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 13, 10–17

In jener Zeit traten die Jünger zu Jesus und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
Er antwortete ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; ihnen aber ist es nicht gegeben.
Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen.
An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesajas: Hören sollt ihr, hören und doch nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen und doch nicht einsehen.
Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden. Mit ihren Ohren hören sie schwer und ihre Augen verschließen sie, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen und sich bekehren und ich sie heile.
Eure Augen aber sind selig, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören.
Denn, amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Tagesimpuls

Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. (Mt 13,12)

Manche verstehen dieses Wort Jesu falsch und übertragen es auf die weltliche Situation von irdischem Reichtum. Aber Hier meint Jesus ganz sicher den geistlichen Reichtum. Was ist denn gemeint mit dem, was man hat oder nicht hat? Muss es nicht der Glaube sein? Wer an Jesus glaubt, wer auf Jesus vertraut, wer eine innige Beziehung zu Jesus hat, wer sich nach den Worten Jesu richtet und teilhat an der Gemeinschaft der Jünger, dem wird immer mehr gegeben. Wer aber nur glaubt zu haben, dem wird das, was er anscheinend besitzt, auch noch weggenommen.

Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

Wer sind die, die nur meinen zu haben? Ich glaube, dass es Menschen sind, die von ihrem Glauben überzeugt sind, aber für die der Glaube nicht wichtig ist. Wenn man sie fragt, sagen sie, dass sie Christen sind, und dass sie an Gott glauben. Aber man spürt davon nichts in ihrem Leben. Sie beten selten, gehen selten zur Kirche, sagen von sich, dass sie gute Menschen seien und nie sündigen würden, aber sie leben genauso wie jeder andere in der Welt. Diese Art von Glauben, der nicht wirklich die Gemeinschaft mit Jesus sucht, löst sich sozusagen in Luft auf, er „verdunstet“, wie ein deutscher Bischof einmal vor vielen Jahren gesagt hat.

Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

Das gefährlichste, was wir sagen oder denken können, ist: „Ich bin ein guter Christ.“ Dann glauben wir zu haben und nehmen uns die Möglichkeit, mehr von Jesus zu empfangen. Wenn wir aber dieselbe Sehnsucht haben, welche Liebende haben, die Sehnsucht, tiefer in der Beziehung zu Jesus zu wachsen, dann wird uns immer mehr geschenkt. Wenn wir Jesus lieben, dann spüren wir, wie sehr wir noch am Anfang stehen. Wir spüren, wie klein unsere Liebe zu Jesus noch ist. Und dann sind wir offen für immer größere Geschenke. Die Pharisäer meinen, Jesus nicht zu brauchen, weil sie der Überzeugung sind, schon ihren perfekten Glauben zu haben. Die Jünger dagegen spüren, dass Jesus der Messias ist, und sie machen sich mit ihm auf dem Weg.

Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

Genau das ist es! Machen wir uns mit Jesus auf dem Weg! Der Weg hat gerade erst begonnen, und Jesus will uns noch so viel schenken!

Gebet:

Jesus, du möchtest, dass wir Liebe zu dir haben, Sehnsucht nach dir, dass wir auf dich vertrauen und nicht auf irgendeine religiöse Einstellung. Bitte schenke uns immer mehr von dieser Sehnsucht, schenke uns mehr von deiner Liebe! Und bewahre uns davor, auf uns und unseren scheinbar schon fertigen Glauben zu vertrauen!

Pastor Roland Bohnen

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Eine Antwort auf „Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch wegge nommen, was er hat. (Mt 13,12)“

Der Herr, der Gott der in sich die Dreifaltigkeit ist, ihn bitten wir um die Kraft und Gnadengaben des Heiligen Geistes, dass auch wir ihn im Wort annehmen, erkennen und danach handeln. So wird in uns sein Heiliges Wort lebending und wir werden in der Erkenntnis wachsen und wie ein Samenkorn aufgehen und uns im Glauben gestärkt wissen

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