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Tagesimpuls

Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. (Mt 13,49)

17 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 13, 47–52

In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde und in dem sich Fische aller Art fingen.
Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, sammelten die guten Fische in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg.
So wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern
und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten ihm: Ja.
Da sagte er zu ihnen: Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.

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Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondernund sie in den Feuerofen werfen. (Mt 13,49)

Es gibt Gute und Böse auch im Himmelreich, also in der Kirche, in der Gemeinschaft der Jünger Jesu. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Gott jeden Menschen unendlich liebt. Er liebt wirklich alle, Gute und Böse. Aber irgendwann muss der Zeitpunkt kommen, wo Gott die Guten vor den Bösen beschützen wird, wo die Guten nicht länger unter den Bösen leiden müssen. Und dies geschieht, wie Jesus sagt, am Ende der Welt.

Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondernund sie in den Feuerofen werfen.

Die Bösen werden getrennt und in den Feuerofen geworfen. Jesus lässt offen, ob es das Fegefeuer oder die Hölle ist. Für die, für die es das Fegefeuer ist, ist es die Reinigung, die Gott in seiner unendlichen Liebe für sie beschlossen hat, damit sie die Freude und das Glück des Himmels genießen können. Aber nichts Unreines kommt in den Himmel (Offb 21,27). Also brauchen wir Menschen eine Reinigung, und diese geschieht in dem Feuerofen.

Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondernund sie in den Feuerofen werfen.

Auch die Hölle ist eine Form der unendlichen Liebe Gottes, weil Gott das Leben nicht vernichtet, sondern allen Menschen ihren Willen lässt. Die Bösen bekommen einen Ort, wo sie ihren Willen bekommen und bleiben können. Aber sie sollen niemanden mehr schaden, daher bekommen sie einen eigenen Ort. Dass man dort nicht glücklich sein kann, wissen wir. Aber sie machen sich selbst unglücklich, nicht Gott macht sie unglücklich.

Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondernund sie in den Feuerofen werfen.

Das Leid, das wir hier erleben, kann für uns schon eine Reinigung sein, so dass wir am Ende des Lebens nicht in den reinigenden Feuerofen müssen. Ob wir gereinigt sind, spüren wir an unserer selbstlosen Liebe. Aber schon Paulus sagt, dass er sich nicht selbst beurteilen will (1 Kor 4,3ff). Wir wollen alles Leid, das wir erfahren, aufopfern für unsere Reinigung, dass es uns hilft, in der Liebe und in der Barmherzigkeit zu wachsen. Wie Gott uns dann am Ende beurteilt, legen wir ganz vertrauensvoll in seine Hände. Wenn die Reinigung für uns vorgesehen ist, dann ist es auch gut so, denn er hat es dann in seiner unendlichen Liebe zu uns so entschieden.

Gebet:

Jesus, ich lege mein Leben in deine Hände. Du kannst mein Leben beurteilen. Ich danke dir, dass du das Böse vom Guten trennst. Bitte reinige mich. Ich will dir alles Leid und alle Lebensumstände aufopfern für die Reinigung, damit die Liebe in mir wachsen möge.

Pastor Roland Bohnen

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