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Tagesimpuls

Gebt ihr ihnen zu essen! (Mt 14,16)

18 Woche im Jahreskreis Montag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 14, 13-21

In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach.
Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.
Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können.
Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns.
Darauf antwortete er: Bringt sie her!
Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten,
und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll.
Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.

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Gebt ihr ihnen zu essen! (Mt 14,16)

Jesus lässt sich vom Heiligen Geist führen. Eigentlich will er allein sein, aber die Menschen folgen ihm und er spürt, dass er für sie da sein soll. Gott will ein Wunder wirken, und damit auch ein großes Zeichen für die Zukunft der Kirche bis zum heutigen Tag.

Gebt ihr ihnen zu essen!

Wenn Jesus Menschen begegnet, dann heilt er die Kranken. Die Begegnung mit Jesus ist bis heute für uns Menschen heilend und erlösend, vorausgesetzt, dass wir mit Glauben und Vertrauen zu ihm kommen. Aber jetzt geschieht noch mehr: Das Brotwunder, an dem die zwölf Apostel beteiligt sind. Jesus will die zwölf beteiligen, weil das wie gesagt wichtig wird für die Zukunft der Kirche.

Gebt ihr ihnen zu essen!

Wenn die Apostel (heute die Bischöfe mit den Priestern) die Messe feiern, dann schenken sie den Gläubigen Jesus mit all seiner erlösenden und heilenden Kraft. Dann wirkt Jesus genauso wie er damals gewirkt hat. Es gibt keinen Unterschied. Wenn jemand in der Messe die heilende und erlösende Kraft Jesu nicht so sehr spürt wie ein anderer, dann ist es wie damals in der Menge. Ich vermute, dass damals die verschiedenen Menschen Jesus auch auf unterschiedliche Weise wahrgenommen und erfahren hatten.

Gebt ihr ihnen zu essen!

Wir erkennen also hier den Übergang von Jesu geschichtlichem Wirken in Israel zur damaligen Zeit und Jesu Wirken durch die Eucharistie, vermittelt durch die Bischöfe und Priester. Und wir müssen betonen und uns klar machen: Es ist dasselbe Wirken, es ist derselbe Jesus. Wenn heute weniger Heilungen und Wunder in der Messe geschehen, dann liegt es vielleicht an unserer Routine, daran, dass wir uns seine heilende und erlösende Gegenwart zu wenig bewusst machen. Vielleicht auch einfach daran, dass wir zu schnell feiern. Pater Pio z.B. hatte sich mehr Zeit für die Feier der Messe gelassen. In der orthodoxen Liturgie wird auch viel intensiver gefeiert. Ich weiß nicht, was die Lösung ist, ich sehne mich aber danach, dass wir dieselbe heilende Präsenz Jesu in der Messe erleben, wie es die Jünger damals in den Begegnungen mit Jesus erlebt hatten.

Gebet:

Jesus, du hast mir die Sehnsucht nach deinem heilenden Wirken in der Messe ins Herz gelegt. Danke für die heilende Begegnung mit dir, die wir immer wieder erfahren dürfen. Bitte hilf uns, die Messe sehr bewusst und voller Glauben zu feiern! Bitte lass uns deine Gegenwart und dein Wirken noch mehr erfahren!

Pastor Roland Bohnen

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Eine Antwort auf „Gebt ihr ihnen zu essen! (Mt 14,16)“

Vielen, vielen Dank für Ihre mutigen Worte. Ich wünschte mehr Priester würden von Zeit zu Zeit auf die Art und Weise schauen wie heilige Priester die Hl.Messe feierten, wie den Hl.Pater Pio, den Hl.Jean-Marie unserem Tagesheiligen oder den Hl.Franz von Sales und viele weitere. In meiner Umgebung ist man an den meisten Orten mit der Messe in der Woche in 26-29 Minuten fertig, am Sonntag bzw.Vorabend in 37-40Min. Da wird eingespart und gekürzt wo es nur geht, die 2.Lesung, der Embolismus. Wie sollen wir Gläubige da andächtig der Liturgie folgen, wenn sie in Schnellschritt gefeiert wird. Erst letzte Woche war der Priester schon 2 Minuten nach Messbeginn am Ende der Lesung angelangt. Wenn nicht ein Sterbender Notfallmässig noch beichten will, gibt es wirklich sooo wichtige Gründe um dem Herrn selbst und uns Gläubigen das anzutun? Deswegen danke für Ihren Mut es anzusprechen. Bitte haben Sie auch den Mut Ihren pristerlichen Mitbrüdern dies zu sagen. Der Herr möge Sie segnen und Ihren Mut reich belohnen.

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