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Tagesimpuls

Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt? (Lk 12,42)

19 Sonntag im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 12, 32–48

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben.
Verkauft euren Besitz und gebt Almosen! Macht euch Geldbeutel, die nicht alt werden! Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frisst!
Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
Eure Hüften sollen gegürtet sein und eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, der von einer Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft!
Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach – selig sind sie.
Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Da sagte Petrus: Herr, sagst du dieses Gleichnis nur zu uns oder auch zu allen?
Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt?
Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Wahrhaftig, ich sage euch: Er wird ihn über sein ganzes Vermögen einsetzen.
Wenn aber der Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verspätet sich zu kommen! und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen,
dann wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.
Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.
Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen.

Tagesimpuls

Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt? (Lk 12,42)

Jesus sagt: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn der Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben.“ Uns ist also vom Vater das Reich Gottes anvertraut. Das ist eine große Verantwortung. Es ist wie, wenn ein Gutsbesitzer uns sein ganzes Gut überlässt und irgendwann wiederkommt. Wenn er wiederkommt, dann soll er uns antreffen und zufrieden mit uns sein, weil wir seinen Besitz gut verwaltet haben. Dazu gehören auch viele Diener, die wir gut behandeln und denen wir zur rechten Zeit ihre Tagesration geben sollen.

Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt?

Wem nun ist dieses Reich Gottes anvertraut? Petrus fragt nach, und Jesus antwortet in einer sehr offenen Weise. Den Aposteln ist sicher viel anvertraut. Ihnen sind viele Menschen anvertraut, denen sie täglich ihre Nahrung geben sollen. Damit ist sicherlich die Messe gemeint, aber auch alle Sakramente und unser geistlicher Dienst, aber auch der Dienst der Verwaltung des Kirchenvermögens und der Caritas. Aber es sind nicht nur die Apostel gemeint, es sind eigentlich alle gemeint, denn uns allen ist sein Reich anvertraut. Jeder von uns soll sich gut um das Gottesreich kümmern.

Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt?

Wir alle haben jeweils eine besondere Verantwortung. Wir haben Menschen anvertraut bekommen in den Familien, auf der Arbeitsstelle oder in Schule und Ausbildung, in Vereinen und Gemeinschaften. Viele sind auch ehrenamtlich in der Kirche engagiert. Wir sollen gut für die Menschen sorgen, die uns anvertraut sind. Wir sollen also nicht oberflächlich leben, sondern uns um das Reich Gottes kümmern an dem Ort, an den Gott uns hingestellt hat.

Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt?

Wie kann das aussehen? Indem wir nicht unseren eigenen Nutzen suchen, sondern uns um die anderen kümmern: darum, was sie brauchen, um ihre Tagesration, die wir ihnen geben sollen. Unser Zeugnis und unsere Verkündigung sind sehr wichtig, denn die Menschen brauchen mehr als nur das Materielle. In den Familien haben wir eine große Verantwortung, die Kinder zu Jesus zu führen. Leider erleben wir sogar in christlichen Familien, dass alles andere vorrangiger ist als der Gottesdienst. Da sind wir sehr lau geworden und werden unserer Verantwortung bei weitem nicht mehr gerecht.

Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt?

Eigentlich muss sich jeder fragen, Priester wie Laien: Bin ich noch der kluge Verwalter? Oder bin ich auch schon lau geworden? Suche ich auch mehr meinen eigenen Vorteil, mein bequemes Leben?

Gebet:

Jesus, ich will der gute Verwalter sein. Danke, dass du mich zum Priester berufen hast. Aber jeden von uns hast du berufen. Lass uns alle gute Verwalter sein. Bewahre uns davor, lau und oberflächlich zu leben. Wir wollen uns in allen unseren Lebensbereichen um dein Reich kümmern.

Pastor Roland Bohnen

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