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Tagesimpuls

Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen. (Lk 6,42)

23 Woche im Jahreskreis Freitag

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 6, 39-42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?
Der Jünger steht nicht über seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

Tagesimpuls

Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen. (Lk 6,42)

Wir sind verantwortlich für unsere Brüder und Schwestern und sollen ihnen helfen zu wachsen. Das beinhaltet auch, dass wir ihnen etwas sagen, was ihnen hilft, ihre Einstellung und ihr Verhalten zu verändern. Wir Menschen müssen lernen, ein Bewusstsein für die wirklich wichtigen Werte zu entwickeln. Das beginnt in der Kindheit und dauert das ganze Leben lang an.

Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

Aber um unsere Aufgabe erfüllen zu können, müssen wir als erstes selber wachsen. Wir können den anderen nicht helfen, ihre Fehler zu überwinden, wenn wir unsere eigenen Fehler außer Acht lassen. Manchmal drückt der Volksmund es sehr einfach aus: „Manche Menschen können nur austeilen, aber sie können nicht einstecken.“ Damit es uns klarer wird, wie viel Korrektur wir selbst nötig haben, sagt Jesus, bei uns vor dem Auge ist ein Balken, während der andere nur einen Splitter hat. Das ist die richtige Einstellung. Wir sollen immer denken, dass wir viel größere Sünden und Probleme haben als die anderen, die wir kritisieren. Auf diese Weise bleiben wir in der Demut, und dann können andere auch von uns etwas annehmen.

Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

Tun wir also nicht so, als wenn wir erhaben und nur die anderen Probleme hätten. Wie wohltuend ist ein Wort wie z.B.: „Wir alle machen Fehler“, wenn es darum geht, dass jemand wegen seiner Fehler zur Rechenschaft gezogen werden muss. Wenn wir selbst demütig sind, dann können andere von uns etwas annehmen. Menschen, die ihre Fehler eingestehen können, sind sympathische Menschen.

Gebet:

Jesus, du lehrst uns, wie wir für einander verantwortlich sein können. Hilf uns, diese Verantwortung zu übernehmen. Hilf uns, dass wir nie überheblich werden, und dass uns immer bewusst bleibt, wie groß unsere eigene Schuld ist.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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