Kreuzerhöhung (14 September)
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 3, 13–17
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus:
Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Tagesimpuls
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. (Joh 3,15)
Die Israeliten hatten gesündigt und wurden von Giftschlangen gebissen. Mose fertigte eine Bronzeschlange an und befestigte sie an einem Stab, so dass die Menschen zu der Schlange aufsehen konnte. Und wer die Schlange anblickte, wurde gerettet. Die Israeliten mussten also nichts Großes vollbringen, was nur wenige hätten erreichen können. Sie mussten etwas tun, was eigentlich leicht ist: Aufblicken zu einer Schlange! Aber warum gerade eine Schlange? Sie ist Symbol der Sünde, die sie begangen hatten. Mit anderen Worten: Sie sollten sich wenigstens ihrer Schuld bewusst werden und damit auseinandersetzen.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.
Jesus erinnert an dieses Geschehen und weist gleichzeitig darauf hin, dass er der sein wird, der an diesem Pfahl erhöht wird. Und jetzt müssen wir Christen genau das tun: nichts Schweres, sondern einfach auf ihn, den Gekreuzigten schauen! Dabei sollen wir uns unserer Schuld bewusst werden, wir sollen uns damit auseinandersetzen, was diese Schuld für Gott bedeutet hat, nämlich das so schwere Leiden unseres Herrn Jesus Christus. Aber dadurch allein werden wir schon erlöst – und sogar befreit! Es ist nämlich nicht nur die Vergebung der Sünden, sondern auch noch die Befreiung von den sündigen Gewohnheiten und die Befreiung von den Dämonen, denen wir Herrschaft über uns gegeben hatten durch die Sünde.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.
Das Wahrnehmen und Anerkennen unserer Schuld spielt eine wichtige Rolle bei unserer Erlösung. Daher schenkt Jesus uns noch eine weitere Hilfe: die Beichte. Hier können wir über unsere Schuld reden. Auf diese Weise werden wir noch einmal neu konfrontiert mit dem, was wir getan haben. Es ist ähnlich wie das Schauen auf die Schlage bzw. das Schauen auf den Gekreuzigten, was auch den Sinn hatte, dass wir uns unsere Schuld bewusst machen, aber es ist noch intensiver. Daher ist die Beichte die Hochform der Sündenvergebung. Aber die Messe als Grundsakrament ist auch eine sehr starke Sündenvergebung. In jeder Messe schauen wir auf das Kreuz und empfangen den Leib Christi, der für unsere Sünden geopfert wurde, und das Blut Christi, das für unsere Sünden vergossen wurde.
Gebet:
Jesus, du verlangst nicht viel im Vergleich zu unseren Sünden. Du willst nur, dass wir sie uns bewusst machen und sie bereuen. Du erlöst uns und du befreist uns. Das ist so groß, dass es kaum zu glauben ist, aber wir erleben es täglich! Bitte hilf uns, deine Gnade anzunehmen, oft zu dir am Kreuz aufzuschauen, deinen Leib und dein kostbares Blut in der Messe zu empfangen und deine erlösenden Worte in der Beichte entgegenzunehmen!
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Telefon 02456 – 3627
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