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Tagesimpuls

Nehmt nichts mit auf den Weg! (Lk 9,3)

25 Woche im Jahreskreis Mittwoch

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 9, 1-6

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen.
Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.
Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd.
Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst.
Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.
Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall die Kranken.

Tagesimpuls

Nehmt nichts mit auf den Weg! (Lk 9,3)

Hier sendet Jesus die Apostel aus. Wie schon oft erklärt, handelt es sich hier um den Beginn des Weiheamtes in der Kirche. Heute sind das sie Bischöfe, unterstützt von den Priestern und Diakonen. Sie werden ausgesendet, um das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen. Es soll also nicht nur bei Worten bleiben, sondern die Menschen sollen die Liebe Gottes körperlich erfahren.

Nehmt nichts mit auf den Weg!

Dann handeln die nächsten Verse von der Haltung der Apostel, wie sie ihren Dienst ausüben sollen. Sie sollen nichts überflüssiges Materielles dabei haben, und auch während sie an einem Ort sind, nicht von Haus zu Haus gehen. Das verstehe ich so: Sie sollen nicht wählerisch sein. Wenn z.B. jemand ihnen einen größeren Luxus anbieten würde, dann sollen sie das nicht annehmen, weil es darum nicht geht. Sie sollen nicht das schönste Quartier nehmen, sondern zufrieden sein mit dem, was man ihnen angeboten hat.

Nehmt nichts mit auf den Weg!

Was heißt das für uns Priester? Die materiellen Sachen sollen wir gebrauchen, aber wir sollen auf keinen Fall unnötigen materiellen Ballast haben. Es sollen uns Sorgen um materielle Dinge niemals behindern bei unserer Aufgabe. Ich sehe darin auch einen großen Hinweis auf das Gottvertrauen. Nichts mitzunehmen bedeutet auch, sich in jeder Hinsicht auf den Herrn zu verlassen. Er wird für mich sorgen.

Nehmt nichts mit auf den Weg!

Was heißt das für alle anderen Christen? Zum einen sollen sie die Apostel versorgen, was sie schon tun durch die Kirchensteuer. Trotzdem kann man überlegen, wie man den Dienst der Apostel noch unterstützen kann, damit ihr Dienst möglichst wenig durch praktische Aufgaben belastet wird. Zum anderen können wir es auch auf uns alle übertragen: Das Materielle soll uns dienen, aber wird dürfen es nie zu hoch bewerten. Auch die Laien sollen sich nicht mit der Sorge um irdische Dinge mehr als nötig belasten. Wir sollen brauchen, was wir brauchen, aber unser Leben soll nicht darum kreisen, sondern einfach bleiben.

Gebet:

Jesus, ich danke dir für deine klaren Hinweise. Bei uns ist die Kirche relativ reich geworden. Hilf uns, deine Hinweise zu beachten und in Einfachheit zu leben, damit unsere Aufgabe immer im Vordergrund steht. Wir wollen in allen Bereichen auf dich vertrauen.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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