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Tagesimpuls

Stärke unseren Glauben! (Lk 17,5)

32 Woche im Jahreskreis Montag

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 17, 1–6

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Es ist unvermeidlich, dass Ärgernisse kommen. Aber wehe dem, durch den sie kommen!
Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er für einen von diesen Kleinen zum Ärgernis wird.
Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er umkehrt, vergib ihm!
Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will umkehren!, so sollst du ihm vergeben.
Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben!
Der Herr erwiderte: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanz dich ins Meer! und er würde euch gehorchen.

Tagesimpuls

Stärke unseren Glauben! (Lk 17,5)

Im Zusammenhang mit Menschen, die Ärgernisse verursachen und mit der Notwendigkeit, den Menschen zu verzeihen, steht die Bitte um die Stärkung des Glaubens. Und dazu dann die klare Antwort Jesu, dass alles uns gehorchen muss, wenn wir genügend Glauben haben. Wenn ich diesen Zusammenhang ernst nehme, dann heißt das, dass wir für Menschen beten sollen und fest daran glauben, dass sie sich ändern können. Wenn wir das Positive in den Menschen sehen, und wenn es nur das positive Potenzial ist, dann bekommen die Menschen von uns eine Entwicklungschance. Dann können sie sich bessern.

Stärke unseren Glauben!

Eine ältere Frau erlebte, wie ein jüngeres Paar in einer ständigen unguten Beziehung lebte. Die Partnerin kritisierte ihren Partner unentwegt. Darauf sagte die ältere Dame: „Wenn jemand immer nur das Negative am anderen sieht, dann kann eine Beziehung nicht gelingen.“ Egal ob man Recht hat oder nicht, wer dem anderen immer nur Vorwürfe macht, nimmt ihm die Chance, sich positiv zu entwickeln. Wir müssen an Gott und an den anderen glauben, dass er seine positiven Potenziale entwickeln wird, auch wenn es so unrealistisch erscheint wie ein Baum, der sich ins Meer verpflanzen soll. Das heißt, dass wir den anderen nicht kritisieren, sondern für ihn beten in dem festen Glauben, dass sich noch etwas ändert.

Stärke unseren Glauben!

Natürlich brauchen wir diesen Glauben auch für uns selber. Jeder von uns, der nicht oberflächlich unterwegs ist, erkennt seine Schwächen und weiß genau, wie wichtig auch bei ihm selbst eine Weiterentwicklung der positiven Potenziale ist. Und auch bei uns selbst gibt es die Versuchung der Resignation. Aber nichts ist unrealistisch, bei Gott ist alles möglich. Auch wir können uns noch verändern. Beten wir darum, dass unser Glaube daran wachsen möge, dass wir für uns alle immer an das Positive glauben.

Gebet:

Jesus, wenn ich die Probleme der Welt und der Menschen sehe, dann besteht die Gefahr, dass ich den Glauben verliere. Aber bitte bewahre mich vor Resignation. Und bitte verzeih mir, wenn ich zu viel das Negative bei anderen gesehen habe. Verzeih mir, wenn ich ihnen zu viele Vorwürfe gemacht habe. Stärke meinen Glauben daran, dass durch deine Hilfe das Positive wachsen kann, auch dann, wenn es kaum möglich erscheint.

Pastor Roland Bohnen

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