31 Woche im Jahreskreis Dienstag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 17, 7–10
In jener Zeit sprach Jesus:
Wenn einer von euch einen Knecht hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Komm gleich her und begib dich zu Tisch?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich, bis ich gegessen und getrunken habe; danach kannst auch du essen und trinken?
Bedankt er sich etwa bei dem Knecht, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
Tagesimpuls
Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan. (Lk 17,10)
Ich kenne ein Gefühl, dass ich mich nach getaner Arbeit gerne belohnen will. Das kann auch nach stressigen Situationen vorkommen. Ein typischer „Belohnungsmechanismus“ ist das Essen. Aber das ist ungesund. Und oft bereut man es im Nachhinein, weil man genau spürt, dass es einem nicht guttut. Es hält nicht, was es verspricht. An dieser Stelle verstehe ich ganz praktisch, was Jesus sagen will:
Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
Wir bleiben von ihm abhängig. Wir müssen keine Pause von Jesus nehmen. In allem, was auf uns zugekommen ist, waren wir von ihm abhängig, und nach getaner Arbeit sind wir immer noch von ihm abhängig. Es gibt keine wirkliche Belohnung ohne Jesus. Jesus will alles mit mir teilen, die Arbeit und die Freizeit. Ich müsste Jesus fragen: „Jesus, wie möchtest du, dass ich entspanne?“ Wir brauchen gesunde Wege, wie wir uns entspannen. Ich habe einmal gelesen, dass der Pfarrer von Ars die Messe als seine Entspannung empfunden hat, weil das eine Zeit war, wo er einmal nicht dem großen Andrang der Menschen ausgesetzt war.
Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
Das sieht sicher für jeden anders aus. Das Wichtige ist nur, dass wir nicht in Zeiten ohne Jesus verfallen, dass wir immer in der Aufmerksamkeit auf ihn bleiben. Ganz sicher wird er dafür sorgen, dass es uns gut geht, dass wir nicht zu kurz kommen.
Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
Vielleicht noch ein praktischer Gedanke, der auch viele von uns betreffen könnte. Ich vermute, dass häufig der Schlaf die beste Entspannung wäre, zu der Jesus mich einlädt. Ich glaube, dass viele heute in einer Tendenz leben, abends noch zu viel zu machen. Zumindest kann ich für mich selbst sagen, dass es gar nicht so kompliziert ist. Jesus möchte, dass es mir gut geht. Und er würde mir mehr Ruhe gönnen, während ich abends noch alles Mögliche mache, um mich zu scheinbar zu entspannen.
Gebet:
Jesus, wir sollen uns nicht selbst belohnen. Wir sollen nichts ohne dich tun. Aber du willst, dass es uns gut geht. Hilf uns, immer in der Liebe zu dir zu bleiben. Und zeige uns gesunde Wege zur Entspannung. Hilf uns, Verhaltensweisen loszulassen, die uns nicht guttun.
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
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Eine Antwort auf „Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan. (Lk 17,10)“
Zum Impuls 17, 7-10….zeige uns gesunde Wege zur Entspannung. Hilf uns, Verhaltensweisen loszulassen, die uns nicht guttun…..Danke dafür zu erkennen, dafür zu beten. Grüße Ulrike Bad Herrenalb