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Tagesimpuls

Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. (Lk 17,20)

32 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 17, 20–25

In jener Zeit, als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte.
Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es! oder: Dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.
Er sagte zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, in denen ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu sehen; doch ihr werdet ihn nicht sehen.
Und man wird zu euch sagen: Siehe, dort ist er! Siehe, hier ist er! Geht nicht hin und lauft nicht hinterher!
Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen.
Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.

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Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. (Lk 17,20)

Das Böse kann man sehr gut beobachten. Täglich sind die Schlagzeilen davon voll. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die beten, es gibt christliche Aufbruchsbewegungen in vielen Ländern der Welt. Natürlich kann man sehen, wenn Kirchen gebaut werden oder wenn Christen sich zum Gottesdienst versammeln. Man kann auch gute Werke der Christen beobachten, z.B. die Hilfswerke. Und trotzdem hat Jesus Recht, wenn er sagt:

Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte.

Wir wünschen uns eine stärkere Feststellbarkeit des Gottesreichs. Wir wünschen und so sehr, dass man es beobachten könnte, dass wir hier und jetzt die Früchte unserer Gebete erkennen könnten. Aber es ist nicht so leicht zu erkennen. Vielleicht ist es so wie das Wachsen eines Baumes oder einer Pflanze. Sie wächst tatsächlich, aber man kann es mit dem bloßen Auge nicht beobachten.

Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte.

Jesus sagt, dass das Reich Gottes unter uns ist. Es ist in unseren Herzen, in unserer Gemeinschaft, wenn wir in seinem Namen versammelt sind. Und wir sollen darauf vertrauen, auch wenn wir sein Wachsen nicht beobachten können. Ich habe noch einen Vergleich. Wenn eine Bundestagswahl ist, dann sagen wir: „Jede Stimme zählt“. Aber wir können nicht feststellen, wieso diese eine Stimme von mir einen Unterschied macht bei den Millionen von Stimmen. Und doch zählt sie. Genauso können wir nicht feststellen, wie viel mein Gebet bewirkt, aber doch zählt es. Es ist wichtig. Und die Welt wird dadurch verändert.

Gebet:

Jesus, wir vertrauen dir, dass dein Reich schon unter uns ist und dass es wächst, auch wenn wir es nicht beobachten können. Danke, dass wir trotzdem ab und zu gute Dinge sehen, die wir mit deinem Reich in Verbindung bringen können. Bitte stärke uns, damit wir nie den Mut verlieren.

Pastor Roland Bohnen

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