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Tagesimpuls

Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt. (Lk 21,6)

33 Sonntag im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 21, 5–19

In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schön bearbeiteten Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus:
Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird.
Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen, dass dies geschehen soll?
Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach!
Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken! Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.
Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben.
Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.
Aber bevor das alles geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen. Man wird euch den Synagogen und den Gefängnissen ausliefern, vor Könige und Statthalter bringen um meines Namens willen.
Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können.
Nehmt euch also zu Herzen, nicht schon im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen;
denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.
Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten.
Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden.
Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.
Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.

Tagesimpuls

Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt. (Lk 21,6)

Jesus weist uns auf die Vergänglichkeit der Welt hin. Aber nicht nur das, er spricht über den Lauf der Welt mit all den Katastrophen, all dem Hass, den Kriegen und auch über die Christenverfolgung. Angesichts dieser Ereignisse wird es immer wieder Rufe geben, dass die Endzeit gekommen sei. Aber das Ende kommt noch nicht sofort. Es ist zwar richtig, dass die Menschen sich nach der Wiederkunft des Erlösers sehnen, je schlimmer die Zeiten werden. Aber Jesus sagt, dass wir durchhalten und standhaft bleiben sollen in all dem Leid, was im Laufe der Zeit über uns und über die Welt kommt.

Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt.

Jesus verspricht uns den Beistand des Heiligen Geistes. Wir werden verfolgt, und zugleich wird uns kein Haar gekrümmt. Das ist etwas Geheimnisvolles. Es ist ein Zusammengehen von Kreuz und Auferstehung. Man erfährt im Leid Glück, was sich ein Mensch normalerweise nicht vorstellen kann. Aber wenn wir in Christus bleiben, erleben wir Kreuz und Auferstehung gleichzeitig. Wir erleben Leid und zugleich den geheimnisvollen Beistand Gottes. Jesus trägt uns durch die schmerzhaften Ereignisse des Weltgeschehens. Wir müssen nur nah an seiner Seite bleiben, dann kann uns nichts passieren.

Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt.

Was sollen wir tun, wenn Menschen die Endzeit prophezeien? Ich gebe ihnen Recht. Wir sollen in dem Bewusstsein leben, dass jeder Tag der letzte sein könnte. Es kann sein, dass Jesus morgen wiederkommt! Wir wissen es nicht, und wir sollen es nicht wissen. Auf der anderen Seite gilt auch, was Jesus heute sagt: Auch wenn ihr viele Anzeichen von Katastrophen und schlimmen Ereignissen erlebt, das Ende kommt noch nicht sofort. Wir wissen es also wirklich nicht. Einer, der in Kürze mit dem Ende rechnet, hat nicht Unrecht, denn so soll unsere Haltung als Christen sein. Aber jemand, der es fest voraussagt, der steht im Widerspruch zum Evangelium.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns Kraft und Hoffnung schenkst, auch wenn ich zugeben muss, dass mir die Situation der Welt Angst macht. Ich will fest auf dich vertrauen und ganz nah an deiner Seite bleiben. Hilf mir, mit viel Liebe durch die Wirren dieser Zeit zu gehen.

Pastor Roland Bohnen

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Eine Antwort auf „Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt. (Lk 21,6)“

Der Herr sagt es vorher, dass wir Drangsale , Nöte und Hindernisse uvm.erleben, ( ich sage nicht erleben werden.. / denn das klingt zukunftsorientiert ) doch durchleben wir dies schon alles im jetzt und hier. Kriege, Erdbeben, Hungersnot, Naturkatastrophen wie Stürme, Hurricanes oder Überschwemmungen u a.
Beginnen wir wir schon jetzt mit der ,,“seelischen“Vorbereitung uns dem Kommenden hinzugeben. Trotz aller Widerstände, lassen sie uns aktiv im Glauben werden und die Sakramente, ( Christus; Geschenke an uns ) leben und empfangen. Danke sei Gott, für dieses heute Evangelium. Hören wir nicht mit dem „warnenden Ohr“ sondern mit unserem glaubenden und hoffenden Herzen.

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