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Tagesimpuls

Ich will kommen und ihn heilen. (Mt 8,7)

01 Advent Woche Montag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 8, 5–11

In jener Zeit, als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen.
Und der Hauptmann antwortete: Herr, ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach einkehrst; aber sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund!
Denn auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selbst Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, ich sage euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemandem gefunden.
Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.

Tagesimpuls

Ich will kommen und ihn heilen. (Mt 8,7)

Jesus kommt, um zu heilen. In der Adventszeit denken wir besonders daran, dass Jesus in unser Leben kommen will. Wir sollen uns nicht ablenken lassen vom Leben, das oft so oberflächlich ist. Wir sollen uns zurückbesinnen auf Jesus, der uns nah ist. Er will auch in mein Leben kommen um zu heilen.

Ich will kommen und ihn heilen.

Es kann sein, dass jemand sagt, dass er persönlich keine Heilung braucht. Mein Gefühl sagt mir etwas anderes. Ich erlebe mich häufig mit einer subtilen Angst, manchmal auch mit stärkerer Angst. Ich erlebe mich auch manchmal aggressiv. Ich erlebe Unglauben und mangelndes Gottvertrauen. Ich kann noch mehr Heilung gebrauchen, das ist sicher. Damit will ich nicht sagen, dass bisher noch keine Heilung geschehen wäre. Im Gegenteil, ich bin dankbar für viel Heilung, die ich schon erlebt habe. Aber ich bin noch auf dem Weg. Ich wünsche mir mehr Heilung. Im Himmel sind wir ganz heil. Aber solange wir noch nicht im Himmel sind, kann immer noch Heilung an uns geschehen.

Ich will kommen und ihn heilen.

Der Hauptmann ist zu Jesus gegangen. Er hat sich auf den Weg gemacht. Der Weg zu Jesus war sehr wichtig. Es war sein Glaubensbekenntnis. Wenn er nicht geglaubt hätte, hätte er den Weg nicht auf sich genommen. So sehe ich es für mich auch. Wenn ich Heilung von Jesus erwarte – und es ist sehr gut, dass ich sie erwarte – dann muss ich täglich zu ihm hingehen. Für mich ist das seine eucharistische Gegenwart. Ich gehe zur Anbetung. Da finde ich Jesus, da finde ich Heilung.

Ich will kommen und ihn heilen.

Geneau genommen kommen wir uns hier entgegen. Jesus kommt auf mich zu, um mich zu heilen. Ich komme auch auf Jesus zu, um Heilung zu empfangen. Und ich spüre, dass er mich noch mehr zu sich ruft.

Gebet:

Jesus, in der Adventszeit will ich mehr zu dir kommen. Ich nehme mir vor, einmal täglich mehr zu dir zu kommen, um von dir Heilung zu empfangen. Bitte hilf mir, dass ich alle Ablenkungen dabei überwinden werde!

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
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Eine Antwort auf „Ich will kommen und ihn heilen. (Mt 8,7)“

R. Sichler

Wovon wollen wir denn geheilt werden?
Von einer Erkrankung?
Von Angst? Oder Furcht?

Von unseren Unzulänglichkeiten?
Von dem „Schulterschmerz“ auf dem die Last unseres persönlichen Kreuzes ruht?

Oder wollen wir nur geheilt werden von einem Übel, das uns gegen unseren Willen
zustößt?

Der Wunsch nach Heilung, ist ein Wegweiser, hin zum Gebet.

Der Hl. Augustinus (354-430) schreibt: ….wenn Jesus nicht in dir schlafen würde, würden dich die Stürme des Lebens nicht schütteln, sondern du würdest eine große innere Ruhe verspüren, weil Jesus mit dir wacht…

Bei mir ist er oft im Tiefschlaf. Leider.
Aber ich gebe nicht auf. Mein Motto ist: „Steter Tropfen höhlt den Stein“
Mein steter Tropfen, ist mein Gebet.

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