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Tagesimpuls

Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. (Lk 1,30)

Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 1, 26–38

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

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Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. (Lk 1,30)

Maria ist ein Mensch, der bei Gott Gnade gefunden hat. Man kann auch sagen, sie ist eine Heilige. Wenn man die Nähe von heiligen Menschen sucht, dann ist das für uns immer gut. Es kann unseren Glauben wecken und befruchten. Heilige Menschen inspirieren andere, dadurch führen sie andere zum Glauben. Wenn wir uns selbst betrachten, können wir darüber nachdenken: Wie vielen heiligen Menschen verdanke ich meinen Glauben?

Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.

Paulus schreibt: „Die Liebe hört niemals auf.“ (1 Kor 13) Das ist der Grund, warum menschliche Beziehungen auch über den Tod hinaus möglich sind. Es kann ein liebevoller Austausch auch über die Todesgrenze hinaus möglich sein. Auf diese Weise können die Heiligen auch vom Himmel her noch liebevoll für uns wirken. Die Nähe zu Maria zu suchen, die bei Gott Gnade gefunden hat, bereichert unser Leben und unseren Glauben. Wir empfangen dadurch wertvolle Gnaden.

Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.

Leider gibt es auch die Totenbeschwörung, die schon im Alten Testament von Gott verboten wurde, und die wir auf keinen Fall mit dem verwechseln dürfen, was ich oben gesagt habe. Die Nähe von Heiligen zu suchen ist fundamental anders als die Praxis der Totenbeschwörung. Wenn man sich unsicher ist, das zu unterscheiden, dann kann man sich am einfachsten an die Lehre der Kirche halten. Heute z.B. ist das Hochfest Maria Empfängnis. Maria ist von der Bibel und von der Kirche als Heilige anerkannt. Wir dürfen sie um Hilfe bitten, denn sie hat bei Gott Gnade gefunden. Das ist etwas anderes als wenn ich in irgendeinem dunklen Zirkel magische Rituale abhalte. Und wenn wir für unsere verstorbenen Angehörigen beten, dann tun wir das in der Heiligen Messe.

Gebet:

Jesus, ich will heute besonders die Nähe von Maria suchen. Du hast sie uns zur Mutter gegeben. Heute ist ihr Festtag. Ich will mit ihr verbunden sein. Ich von den Gnaden, die sie bei dir gefunden hat, ebenfalls profitieren. Du hast es gewollt, dass wir Menschen uns gegenseitig helfen, nicht nur in weltlichen Dingen, sondern auch im Geistlichen.

Pastor Roland Bohnen

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