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Tagesimpuls

Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan und Gewalttätige reißen es an sich. (Mt 11,12)

02 Woche im Advent Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 11, 7b.11–15

In jener Zeit begann Jesus zu der Menge zu reden:
Amen, ich sage euch: Unter den von einer Frau Geborenen ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.
Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan und Gewalttätige reißen es an sich.
Denn alle Propheten und das Gesetz bis zu Johannes haben prophetisch geredet.
Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist Elija, der wiederkommen soll.
Wer Ohren hat, der höre!

Tagesimpuls

Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan und Gewalttätige reißen es an sich. (Mt 11,12)

So, wie es jetzt übersetzt ist, wird der Sinn nicht sehr klar. Man muss allerdings auch zugeben, dass der Sinn nie ganz klar gewesen ist. Es könnte sich auf die Christenverfolgung beziehen, die seit der Ermordung Johannes des Täufers begonnen hat. Ich sehe aber noch eine wahrscheinlichere Bedeutung, die auch von vielen Biblellesern geteilt wird: Es könnte sich auf eine gewisse Kraftanstrengung beziehen, die erforderlich ist, um das Reich Gottes „an sich zu reißen.“

Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan und Gewalttätige reißen es an sich.

Johannes der Täufer war ein asketischer und sehr kraftvoller Mensch. Und seitdem sind es Menschen, die vieles aufgeben, die es sich etwas kosten lassen, die große Opfer bringen, in denen das Reich Gottes lebendig wird. Wenn wir an die Heiligen denken, dann passt das. Da war keiner, der gemütlich auf dem Sessel gesessen hat und ab und zu mal in die Kirche gegangen ist oder ab und zu mal an Jesus gedacht hat. Die Heiligen waren keine lauen Christen, sondern sie waren Christen, die radikal gelebt haben, koste es, was es wolle.

Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan und Gewalttätige reißen es an sich.

So könnte man sagen: Das Himmelreich bekommen die Menschen, die sich anstrengen, die die Nachfolge Jesu als höchste Priorität ansehen, die bereit sind, alles dafür zu tun. Vielleicht möchte jemand einwenden, dass es doch ein Geschenk ist. – Ganz sicher ist es ein Geschenk. Aber wenn Jesus uns ein Geschenk hinhält, und er bittet uns, es zu ergreifen, dann müssen wir das auch tun. Wenn z.B. jemand ertrinkt und der Retter kommt und reicht seine Hand, um ihn zu retten, dann muss der Ertrinkende die Hand ergreifen. Und er muss es auch mit Kraft tun, um gerettet werden zu können.

Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan und Gewalttätige reißen es an sich.

Es ist nichts über das Schicksal derer gesagt, die das Himmelreich nicht so sehr an sich reißen. Keiner sagt, dass die alle verloren gehen. Aber wenn ich im Himmelreich schon jetzt leben will, in der Freude des Himmels, in der Liebe, in dem Frieden, dann ist das möglich. Ich muss aber Entscheidungen treffen und Jesus wirklich an die erste Stelle setzen. Und ich muss mir auch manchmal Gewalt antun, mich zusammenreißen und bestimmte Sünden nicht tun, auch wenn die Versuchung noch so groß ist. Ich glaube, jeder, der schon mal in einer Versuchung war, weiß, was hier gemeint ist. Lassen wir uns von Jesus wachrütteln! Lassen wir es uns von ihm gesagt sein: Es ist nicht immer ganz so bequem, wie wir es uns vielleicht wünschen.

Gebet:

Jesus, mich rütteln deine Worte wach. Ich würde mir auch manchmal lieber ein bequemes ruhiges Christsein wünschen. Du sagst mir: Wenn du dir nicht manchmal auch Gewalt antust, dann geht es nicht. Bitte hilf mir, die Opfer für das Himmelreich zu bringen, ohne die es nicht weitergeht.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
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Eine Antwort auf „Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan und Gewalttätige reißen es an sich. (Mt 11,12)“

Persönliche Gedanken zum heutigen Impuls von Viktor-Maria Stein, Eggenfelden.

ALLE DINGE SIND MÖGLICH 

Alles ist möglich, wenn du mir vertraust.
(Markus 9,23)

Diese Denkweise stärkt deinen Glauben und macht dich zu der Person, die du heute sein möchtest. Wenn du schon lange auf den richtigen Moment für einen Startpunkt gewartet hast, dann gibt es keinen besseren Tag als heute. Die gute Nachricht ist, dass du nicht bis morgen warten musst, um damit zu beginnen. Ich möchte dir Mut machen, noch heute den Entschluss zu fassen, in Möglichkeiten zu denken. Mit Gott an deiner Seite ist alles möglich!

Betet mit mir: Guter Gott, bitte hilf mir, Dir zu glauben, daß mit Dir alles möglich ist. -Amen!

Frage wir uns heute selbst: Auf welche Weise beeinflusst mein Denken meinen Glauben? Glaubst ich wirklich, daß mit dem Vertrauen auf Jesus alle Dinge möglich sind? 
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Gebet von Pastor Roland Bohnen, Süstersel/Selfkant 

Jesus, mich rütteln deine Worte wach. Ich würde mir auch manchmal lieber ein bequemes ruhiges Christsein wünschen. Du sagst mir: Wenn du dir nicht manchmal auch Gewalt antust, dann geht es nicht. Bitte hilf mir, die Opfer für das Himmelreich zu bringen, ohne die es nicht weitergeht. – Amen.
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In diesem Sinne: Gelobt sei Jesus-Christus, in Ewigkeit – Amen.

Gruß Viktor-Maria 👍 🙏 😀

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