03 Sonntag im Advent
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 1, 18–24
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
Tagesimpuls
Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären. (Mt 1,23)
Schon im Alten Testament gibt es Wunder, also Geschehnisse, die man natürlich nicht erklären kann. z.B. bekommt Sara, die Frau Abrahams, noch im hohen Alter ein Kind. Im Buch Jesaja wird ein Wunder vorhergesagt: dass eine Jungfrau ein Kind bekommen würde. Darauf bezieht sich der Engel, der Josef im Traum erscheint.
Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären.
Gott kann körperliche Wunder bewirken. Das ist eine zentrale Grundlage unseres christlichen Glaubens. Das war der Grund, warum Jesus über den See gewandelt ist. Die Jünger sollten wissen: Gott kann physikalische Wunder bewirken. Weil wir an Wunder glauben, können wir daran glauben, dass Gott das Brot beim Abendmahl in den Leib Christi verwandeln kann, und dass dies eine Realität ist. Wir glauben an die Realpräsenz Jesu in der Eucharistie.
Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären.
Derselbe Gott, der durch den Heiligen Geist Maria ein Kind geschenkt hat, kann auch durch den Heiligen Geist Brot verwandeln in die lebendige Realität des Leibes Christi unter uns.
Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären.
Wir sehen, wohin die Auflösung dieses Glaubens führen würde. Wenn die Jungfrauengeburt unwichtig wäre, dann würde unser Glaubensfundament einstürzen. Dann würde Gott keine Wunder wirken, dann gäbe es auch keine Auferstehung und keine Eucharistie. Was würde dann übrig bleiben? Dann wäre Jesus ein normaler Mensch, vielleicht ein weiser Mann unter vielen anderen, wie z.B. Sokrates, Buddha oder Gandhi.
Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären.
Für uns Christen ist es ganz klar! Die Jungfrau hat ein Kind empfangen. Das ist keine symbolische Aussage, sondern eine Realität. Der allmächtige Gott ist Vater von Jesus, der zugleich Mensch geworden ist aus der Jungfrau Maria. Jesus ist wahrer Mensch, weil er aus Maria geboren ist, und er ist zugleich wahrer Gott, weil Gott sein Vater ist.
Gebet:
Jesus, ich danke dir für deine Offenbarung, die du uns geschenkt hast. Du bist Gott und Mensch zugleich. Und so konntest du uns Menschen erlösen von allen Sünden und uns die Gemeinschaft mit Gott wieder ermöglichen. Weil du dich uns geschenkt hast, will auch ich mich dir schenken!
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
Fax 02456 – 3019
pastor.bohnen@kirche-selfkant.de
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Eine Antwort auf „Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären. (Mt 1,23)“
Danke Ihnen sehr, für die tägliche Impulse.
Heute dürfen wir den folgenden Gedanken festhalten und mitnehmen in den Tag.
„Gott ist mit uns“, und wir alle erleben die Menschwerdung Gottes in Jesus, dem Kind in der Krippe.
Wir können Maria und Joseph nicht genug danken, für die von ihnen gelebte Treue gegenüber Gottes Worte und Verheißungen. Auch dürfen wir danken für die Hl.Eucharistuefeir. Das ganze Leben Christus geht hier an uns lebendig vorüber und wir alle sind Teil dieser unzerstörbaren Wirklichkeit
Allen Lesern einen Gesegneten 4. Advent
Der Herr wird kommen,er ist der König der Herrlichkeit