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Tagesimpuls

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben. (Lk 1,53)

22 Dezember

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 1, 46–56

In jener Zeit sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Und Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabet; dann kehrte sie nach Hause zurück.

Tagesimpuls

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben. (Lk 1,53)

Dies ist ein Satz, mit dem jeder etwas anfangen kann, sogar der größte Sünder. Jeder von uns hat in sich eine Sehnsucht, einen Hunger nach Liebe, nach Gerechtigkeit, nach Geborgenheit und Sicherheit. Und gewiss haben die Sünder auch einen Hunger danach, ihre Sünden überwinden zu können. Somit ist dies für alle eine frohe Botschaft!

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben.

Wir dürfen jetzt mit unserem eigenen Hunger zu Jesus kommen. Wir dürfen uns fragen: Was ist mein größter Hunger? Was ist meine größte Sehnsucht? In der Bergpredigt sagt Jesus: „Selig die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit!“ Man könnte zunächst an alle ungerecht Behandelten denken. Aber wenn das Wort in der Bibel so gebraucht wurde wie heute etwa das Wort Heiligkeit – z.B. Josef war ein gerechter Mann – dann könnte es auch so verstanden werden: „Selig die hungern und dürsten nach der Heiligkeit, nach einem heiligen Leben!“ Dann kommen wir den Sündern wieder näher, die sich danach sehnen, ihre Sünden zu überwinden.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben.

Oft liegen hinter hartnäckigen Sünden Verletzungen, die noch nicht geheilt sind. Daher kann man den Satz auch so verstehen, dass Jesus uns Heilung bringen will. Wir dürfen mit all unseren seelischen Wunden zu Jesus kommen. Wenn Jesus unsere Wunden heilt, finden wir Frieden und Freiheit.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben.

Nun hoffen wir auf eine mächtige Welle der Gnade, die zu Weihnachten durch die ganze Kirche strömen und die auch uns persönlich erreichen wird. Mit Jesus sind wir unterwegs zu einem Leben mit immer mehr Heilung und immer mehr Freiheit. Auf diese Weise wird unser Hunger gestillt.

Gebet:

Jesus, ich bringe dir meine Sehnsucht nach Liebe, nach Heilung und Freiheit. Danke für alles, was du schon in mir gewirkt hast. Danke für alle Liebe, die ich schon schenken kann und darf. Ich bitte dich, dass du mir noch tiefere Heilung und Befreiung schenkst.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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52538 Selfkant Süsterseel
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2 Antworten auf „Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben. (Lk 1,53)“

Beate Opfermann. Ich kenne Sie von St. Hubertus in Krefeld, noch vor ihrer Priestersein. Lange habe ich den Impuls von Ihnen aus Süstersel bekommen. Aufeinmal war ungewollt Schluß. Bitte schicken Sie mir doch wieder regelmässig Ihrem Tagesimpuls. Beate Opfermann aus Krefeld

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