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Tagesimpuls

Zündet man etwa eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel? (Mk 4,21)

03 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Mk 4, 21–25

In jener Zeit sprach Jesus: Zündet man etwa eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel oder unter das Bett? Stellt man sie nicht auf den Leuchter?
Denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht bekannt werden soll, und nichts Geheimes, das nicht an den Tag kommen soll.
Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er!
Weiter sagte er: Achtet auf das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden, ja, es wird euch noch mehr gegeben.
Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

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Zündet man etwa eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel? (Mk 4,21)

Es stimmt, dass das Reich Gottes vielen Menschen noch verborgen ist. So hörten wir gestern im Evangelium. Aber das dürfen wir nicht falsch verstehen. Jesus ist als Licht in die Welt gekommen. Er ist in das Land der Dunkelheit gekommen, um dort sein Licht zu verbreiten, damit wir nicht mehr im Finsteren wandeln. Er will, dass sein Licht hell leuchtet für viele Menschen. Es soll auf dem Leuchter stehen und nicht verborgen bleiben.

Zündet man etwa eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel?

Ich hörte vor kurzem von einer Gebetsgruppe, die sich über viele Jahre mit sehr wenigen Menschen regelmäßig traf. Und seit noch nicht langer Zeit kommen dort über hundert Menschen jede Woche. Das zeigt mir, dass viele von den scheinbar kleinen Dingen einmal groß leuchten werden. Wenn wir jetzt in Treue durchhalten, wird das Frucht bringen. Das Licht wird einmal hell leuchten, auch wenn man es sich im Moment noch nicht vorstellen kann.

Zündet man etwa eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel?

Damit das Licht immer mehr leuchten kann, braucht Jesus uns. Wir sollen großzügig sein, wir sollen unseren Glauben leben und bezeugen. Die Liebe wächst, wenn man sie verschenkt. Und je mehr wir verschenken, umso mehr wird uns selbst geschenkt. Der Glaube festigt sich in uns, wenn wir ihn mit anderen teilen, wenn wir Zeugnis geben – mehr als durch alles Beten und Studieren.

Gebet:

Jesus, manchmal ist es entmutigend, weil so viele Menschen dich nicht kennen und nicht zu dir kommen wollen. Aber alles, was wir tun, wird einmal Frucht bringen und ans Licht kommen. Auch die kleinsten Dinge, die wir für dich tun, werden einmal leuchten. Bitte schenke uns Glauben und Ausdauer, damit wir uns nicht entmutigen lassen sondern treu weitergehen.

Pastor Roland Bohnen

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2 Antworten auf „Zündet man etwa eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel? (Mk 4,21)“

Darum ist es für mich wichtig, in der Kirche Raum zu haben, über das Wort Gottes zu sprechen, Fragen stellen zu können, und eigene Gedanken mit anderen zu teilen, damit wir lernen unser Innerstes in Worte zu fassen und es vor anderen zu bezeugen.Meine Frage zum heutigen Evangelium ist:
Ist es gerecht, dass die, die wenig haben noch zu nehmen was sie haben. Ich denke,damit ist der Glaube gemeint.

Weil Sie schreiben, dass es gut ist unsere Gedanken miteinander zu teilen: Ich verstehe es so und möchte auf Ihre Frage antworten:

Jeder ist eingeladen an Jesus zu glauben und ihm nachzufolgen. Wir bekommen u. a. die Freude am Erleben seines Reiches heute schon. Jeder bringt nach seinen Möglichkeiten Frucht. Aber die, die Jesus nicht kennen wollen, ihn verwerfen oder gar „laue“ Christen sind, denen wird spätestens am Ende, am Tag des Gerichts, genommen werden.

Nun würde mich aber die Antwort von Pastor Bohnen interessieren. Wie dürfen wir den letzten Vers verstehen?

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