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Tagesimpuls

Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgeströmt war. (Mk 5,30)

04 Woche im Jahreskreis Dienstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Mk 5, 21–43

In jener Zeit fuhr Jesus im Boot an das andere Ufer des Sees von Galiläa hinüber und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam einer der Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie geheilt wird und am Leben bleibt!
Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn.
Darunter war eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutfluss litt.
Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden.
Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten heran – und berührte sein Gewand.
Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
Und sofort versiegte die Quelle des Blutes und sie spürte in ihrem Leib, dass sie von ihrem Leiden geheilt war.
Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgeströmt war, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt?
Seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da fragst du: Wer hat mich berührt?
Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte.
Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein.
Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaïrus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger?
Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht! Glaube nur!
Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Tumult sah und wie sie heftig weinten und klagten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur.
Da lachten sie ihn aus. Er aber warf alle hinaus und nahm den Vater des Kindes und die Mutter und die, die mit ihm waren, und ging in den Raum, in dem das Kind lag.
Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!
Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute waren ganz fassungslos vor Entsetzen.
Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.

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Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgeströmt war. (Mk 5,30)

In der Bibel wird viel von Wundern berichtet, und oft wird sogar betont, dass „alle geheilt wurden“. Und doch ist es jedes Mal, wenn durch Jesus ein Wunder geschieht, etwas ganz Besonderes, ein Ereignis, dass alle Menschen in großes Staunen versetzt. Und auch Jesus spürt es, wie wir in diesem Vers sehen. Er spürt, dass eine Kraft von ihm ausgegangen ist, dass hier gerade etwas Besonderes geschehen ist.

Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgeströmt war.

Für mich zeigt das, dass ich keine falschen Erwartungen haben darf. Ich glaube, dass es Wunder gibt, ich glaube, dass Jesus heute Wunder wirken will, ich glaube auch, dass Jesus mehr Wunder wirken will als die, die wir bisher gesehen haben. Ich muss aber auch erwarten, dass ein Wunder immer die Ausnahme bleibt, denn wenn es keine Ausnahme mehr wäre, dann wäre es nichts Besonderes mehr, dann würde sich auch niemand mehr wundern. Dabei bedenke ich, dass es ja schon die regelmäßigen Wunder gibt, über die sich leider kaum mehr jemand wundert: Dass mein Herz schlägt, dass die Sonnte täglich aufgeht, die ganze Natur, das alles ist ja schon ein Wunder. Aber diese Art von Wunder ist so regelmäßig, dass wir sie uns bewusst machen müssen, damit wir noch staunen und Gott dafür preisen.

Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgeströmt war.

Von Jesus strömt eine Kraft aus. Gott ist nicht nur Energie, wie andere religiöse Anschauungen vielleicht meinen. Gott ist Person, sogar drei Personen. Aber er ist auch Kraft, und seine Kraft kann durch Jesus zu uns kommen. Diese Kraft brauchen wir im Leben für alles. Wir dürfen also dafür beten, dass die Kraft Jesu auch zu uns strömt. Und diese Kraft kann auch Menschen von Krankheiten heilen, sie kann sogar Tote zum Leben auferwecken.

Gebet:

Jesus, danke, dass du immer Wunder wirkst. Du wirkst die Wunder, die regelmäßig geschehen, und dafür wollen wir dich preisen. Du wirkst aber auch ganz besondere Wunder, die normalerweise nach menschlichem Ermessen nicht geschehen könnten. Und auch dafür wollen wir dich preisen. Bitte wirke auch heute deine besonderen Wunder, wenn wir gläubig zu dir beten!

Pastor Roland Bohnen

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Eine Antwort auf „Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgeströmt war. (Mk 5,30)“

Guten Morgen, bei diesem Evangelium berührt mich besonders die Stelle der Frau mit Blutfluss: Denn sie sagte sich, wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Also auf gedanklicher Ebene. Daraus folgere ich, dass wir auch auf gedanklichen Ebene unsere Bitten und unser Dank vor Christus bringen können. Vielleicht geschehen deshalb auch heute noch Wunder. Wir müssen uns trauen, diesen heutigen Wundern bewusst zu werden und sie auch als solche kommunizieren.

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