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Tagesimpuls

Und er konnte dort keine Machttat tun. (Mk 6,5)

04 Woche im Jahreskreis Mittwoch

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Mk 6, 1b–6

In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger folgten ihm nach.
Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und was sind das für Machttaten, die durch ihn geschehen?
Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.
Und er konnte dort keine Machttat tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie.
Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte dort.

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Und er konnte dort keine Machttat tun. (Mk 6,5)

Wenn die Menschen nicht wirklich glauben, kann Jesus keine Machttat tun. Es scheint also doch auch auf unseren Glauben anzukommen. Manchmal wird in der Bibel der Glaube anderer Menschen betont, wie z.B. der Mutter, des Vaters oder der Freunde, die den Gelähmten zu Jesus bringen. Manchmal heilt Jesus auch scheinbar unabhängig vom Glauben der Menschen. Aber hier wird betont, dass Jesus ohne den Glauben der Menschen keine Wunder wirken kann.

Und er konnte dort keine Machttat tun.

Wir können Maria als Beispiel nehmen. Ohne ihr Ja-Wort wäre Jesus nicht in die Welt gekommen. Das zeigt, dass die Gnade auch einen Empfänger braucht. Es ist ein Zusammenwirken zwischen dem Spender der Gnaden und dem Empfänger. Und der Glaube ist unser Empfangen.

Und er konnte dort keine Machttat tun.

Daher ist es nicht unwichtig, wie das Evangelium gepredigt wird. Wenn z.B. immer gepredigt wird, dass Jesus keine Wunder wirkt, dass es nur auf unser soziales Handeln ankäme, dann weckt man keinen Glauben. Wenn man dagegen Zeugnisse von Heilungen verkündet, dann weckt das Glauben, dass Gott Ähnliches auch in meinem Leben tun kann.

Und er konnte dort keine Machttat tun.

Wir alle stehen vor so vielen Bruchstücken, vor so vielen unlösbaren Problemen. Wenn wir die nicht vor Jesus bringen könnten in dem tiefen Glauben, dass Jesus auch da Wunden heilen kann, wo alles menschliche Tun am Ende ist, was bliebe uns dann?

Und er konnte dort keine Machttat tun.

Gestern erzählte ein Priester, dass er sich angewöhnt hat, möglichst jeden Abend zu Jesus zu kommen in der Anbetung, einfach nur still bei Jesus zu sein. Und dann bringt er all die Bruchstücke, all die Scherben, all das Unheil vor ihn. Das hat mich sehr ermutigt. Ich sehe, dass wir nicht alle Probleme lösen können. Aber wir haben jemanden, zu dem wir gehen können mit all unseren Sorgen und Nöten – und mit den Nöten der vielen Menschen.

Gebet:

Jesus, du tust Wunder. Das ist der Grund, warum ich mit den Nöten zu dir komme. Ich weiß nicht, wie du es machst, aber ich vertraue dir. Alles, was ich zu dir bringe, bleibt nicht so, wie es war. Du kannst heilen. Bitte lass den Glauben in uns wachsen, dass du immer helfen kannst und willst.

Pastor Roland Bohnen

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2 Antworten auf „Und er konnte dort keine Machttat tun. (Mk 6,5)“

Lieber Pastor Bohnen, jetzt müssen Sie wohl auch die neue schreckliche Übersetzung der Schrift benutzen!? Was für ein furchtbares Wort: Machttat statt Wunder. An anderen Stellen werden wirkmächtige Worte gegen mildere Varianten ausgetauscht. Das macht mich traurig. Dank aber Ihnen, daß Sie sich jeden Tag, die Mühe machen, für uns, die Herde. Gott segne Sie. Nicole

Guten Morgen,
Ihr Gebet berührt mich sehr. Es muss nicht immer die Sofortheilung sein. Alles was ich vor Jesus bringe verändert sich. Dabei ist nicht unser Zeitgefühl das Maß, Gott handelt nach seinem Zeitfenster. Das verlangt von uns oft viel Geduld. Aber auch in dieser Zeit des Wartens und Hoffens sind wir ihm ja nahe und gibt uns das Gefühl der Geborgenheit und der Verbundenheit mit ihm. Es erfüllt unser Herz mit Liebe und das tut uns allen gut.

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