Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben habe n und es in Fülle haben. (Joh, 10,10)

04 Sonntag der Osterzeit

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 10, 1–10

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Tagesimpuls

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (Joh, 10,10)

Jesus gibt uns eine große Klarheit, mit der wir die Geister unterscheiden können. Mit dem Dieb ist der Teufel gemeint, auch wenn es unter Christen in Deutschland nicht populär ist, über den Teufel zu sprechen. Aber nur, weil es nicht populär ist, können wir nicht die Wahrheit verdrehen. Wenn wir nach der Ursache des Bösen fragen, dann müssen wir vom Teufel sprechen, weil Jesus das so sagt. Jesus will uns helfen, die Welt zu verstehen und uns vor einem falschen Gottesbild bewahren.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Im Alten Testament war diese Unterscheidung noch nicht so klar. Man hat den Ein-Gott-Glauben so sehr betont, dass kaum die Rede von Engeln ist, auch fast nie vom Teufel. Dort wird immer nur Gott als Ursache von allem benannt. Aber Jesus klärt uns auf. Die Ursache des Bösen ist nicht Gott. Wann immer etwas Böses in unserer Welt geschieht, steckt der Teufel dahinter.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Nun fragen die Menschen, warum Gott das Böse nicht verhindert. Die Antwort gibt Jesus: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben. Es ist wie, wenn Sie einem Zahnarzt vorwerfen, dass es so viele Menschen mit Zahnschmerzen und schlechten Zähnen gibt. Ist der Zahnarzt wirklich schuld daran? Er würde sagen: „Wenn die Menschen alle regelmäßig die Zähne putzen und regelmäßig zu mir kommen würden, dann gäbe es weit weniger Zahnschmerzen.“ Er ist gekommen, um die Menschen zu heilen. Er ist nicht schuld an den Schmerzen. Also müssen wir regelmäßig beten und zu Jesus kommen, um das Böse zu besiegen und das Leben zu bekommen.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Jesus hat häufig gesagt: „Treibt Dämonen aus!“ Das überlesen wir meistens, weil es wie gesagt unpopulär ist, über solche Dinge zu sprechen. Aber dieser Befehl ist für die Christen elementar. Ein Aspekt unserer Nachfolge Jesu ist das Besiegen der Dämonen, die das Böse über uns bringen wollen. Bei der Frage, wie wir das machen, gibt es Unterschiede zwischen Bischöfen, Priestern und Laien. Aber dass wir alle den Auftrag haben, die Dämonen auszutreiben und das Böse zu überwinden, gehört zu unserem Christsein dazu. Wir haben die Berufung zu Königen, und das heißt, dass wir herrschen sollen und nicht Spielball des Bösen sind.

Gebet:

Jesus, das Böse kommt nicht von Gott. Du bist gekommen, um uns zu helfen, das Böse zu besiegen. Du willst, dass wir das Leben haben, das Leben in Fülle! Das ist ein Weg, denn ich spüre auch die Macht des Bösen. Daher wiedersage ich immer wieder dem Bösen, dass es nicht Macht über mich gewinnt. Bitte hilf mir, das Leben in Fülle immer mehr zu finden.

Pastor Roland Bohnen

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3 Kommentare

  1. Ich weihe mich bald dem heiligen Josef. Das hätte ich mir zu Beginn der Vorbereitung nicht vorstellen können.

    Der heilige Josef ist der Schrecken der bösen Geister, er der Erdenpapa Jesu, der Mariens Sohn beschützt, belehrt, ernährt und erzogen hat.

    Vom heiligen Josef erhoffe ich mir Fürsprache vor Gott, Ihm in Treue zu dienen, und Schutz vor den Anfechtungen im Glauben und vor allem was Gott entgegen steht.

  2. Jesus,danken können wir dir nicht genug. Wir bekommen von dir einen genialen Tipp mit dem heutigen Evangelium. Denn wenn wir dir nachfolgen und mit deinen Worten sprechen, können wir für unsere Mitmenschen zur Tür des Glaubens werden, wodurch wir dazu beitragen können, dass sie gerettet werden.

  3. Ihnen Herr Pastor Bohnen, ein herzliches vergelt’s Gott für Ihre Impulse und Hl Messen via YouTube Übertragung

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