Er schickte einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lass en. (Mk 12,2)

09 Woche im Jahreskreis Montag

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Mk 12, 1–12

In jener Zeit begann Jesus zu den Hohepriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten in Gleichnissen zu reden: Ein Mann legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Zeit dafür gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen.
Sie aber packten und prügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen fort.
Darauf schickte er einen anderen Knecht zu ihnen; und ihn schlugen sie auf den Kopf und entehrten ihn.
Als er einen dritten schickte, brachten sie ihn um. Ähnlich ging es vielen anderen; die einen wurden geprügelt, die andern umgebracht.
Schließlich blieb ihm nur noch einer: sein geliebter Sohn. Ihn sandte er als Letzten zu ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Die Winzer aber sagten zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn umbringen, dann gehört sein Erbe uns.
Und sie packten ihn und brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus.
Was wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Winzer vernichten und den Weinberg anderen geben.
Habt ihr nicht das Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen?
Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen; aber sie fürchteten die Menge. Denn sie hatten gemerkt, dass er mit diesem Gleichnis sie meinte. Da ließen sie ihn stehen und gingen weg.

Tagesimpuls

Er schickte einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen. (Mk 12,2)

Was sind die Früchte, die wir Gott geben sollen? Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir ihm Anteil an unserem Leben geben. Das tun wir, indem wir ihm Zeit schenken, in der wir mit ihm über unser Leben sprechen. Wir müssen unser Leben und unser Leid mit Jesus in Verbindung bringen. Die Winzer, die das nicht tun, leben ihr Leben ohne Gott. Gott spielt für sie keine Rolle. Sie lassen Gott nicht an ihrem Leben teilhaben.

Er schickte einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen.

Es läuft also darauf hinaus, Gott Zeit zu schenken: eine tägliche Gebetszeit, und ebenfalls wöchentliche Zeiten für Gebet und Gottesdienst. Im Laufe des Jahres können noch Exerzitien und Wallfahrten dazukommen. Wenn man das betrachtet, fällt einem auf, dass Gott gar nicht so viel von uns verlangt. Da ist nichts Beängstigendes oder Erschreckendes bei. Es ist einfach nur, dass wir ihm Zeit schenken, damit er Anteil an unserem Leben bekommen kann.

Er schickte einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen.

Ohne die Beteiligung Gottes läuft unser Leben zwangsläufig ins Verderben. Mit Gott leben wir in unserer Bestimmung, denn er hat uns dafür geschaffen, Gemeinschaft mit ihm zu haben. Hier auf der Erde nehmen auch andere Menschen an unserem Leben teil, und wir am Leben anderer. Wenn Gott in unserer Mitte ist, dann richten sich auch unsere mitmenschlichen Beziehungen nach diesem Mittelpunkt aus. Dann kommt Ordnung, Frieden und Harmonie in unser Leben.

Gebet:

Jesus, ich will dir deinen Anteil gerne schenken. Ich will nicht ohne dich leben. Ich nehme mir viel Zeit, die ich mit dir verbringe. Du sollst eine enge Gemeinschaft mit mir haben. Danke, dass ich dein enger Freund sein darf.

Pastor Roland Bohnen

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Ein Kommentar

  1. Persönliche Gedanken zum heutigen Impuls von Viktor-Maria Stein, Eggenfelden.

    Ich bin der Meinung und Überzeug, daß wir das erlebte und gehörte auch in die Tat bzw. Leben sollen und müssen. Es sollte keine Volksfrömmigkeit nur sein, wie es an vielen Orten zu Fronleichnam geschieht.

    DIEWAHRE GEGENWART: Echte sakramentale Gegenwart geschieht nicht durch Rituale. Christus ist im geistigen Sinn im „Brot“ (symbolisch für die tätige Nächstenliebe) und im „Wein“ (symbolisch für die reine, göttliche Wahrheit) anwesend.

    GEISTIGE NAHRUNG: Das „Essen“ und „Trinken“ des Fleisches und Blutes Jesu bedeutet, die Liebe und die Worte Christi aufzunehmen und innerlich zu verinnerlichen.

    In diesem Sinne, GELOBT SEI JESUS-CHRISTUS, IN EWIGKEIT – AMEN.

    Herzlich
    Gruß Viktor-Maria 👍 🙏 😀.

    Ps. Über Meinungsaustausch würde ich mich freuen (schriftl./telephn.).
    Tel.- Nr.: 0151 / 403 924 35

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