Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! (Mt 8,3)
12 Woche im Jahreskreis Freitag
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 8, 1–4
Als Jesus von dem Berg herabstieg, folgten ihm viele Menschen nach.
Und siehe, da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen.
Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Im gleichen Augenblick wurde der Aussätzige rein.
Jesus aber sagte zu ihm: Nimm dich in Acht! Erzähl niemandem davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Opfer dar, das Mose angeordnet hat – ihnen zum Zeugnis!
Tagesimpuls
Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! (Mt 8,3)
Nach der Bergpredigt wirkt Jesus viele Heilungen. Dadurch gibt er uns eine wichtige Botschaft. Er heilt uns, er schenkt uns ein neues Herz und dadurch befähigt er uns, nach seinen Geboten, die er in der Bergpredigt dargelegt hatte, zu handeln. Gestern noch hieß es zum Abschluss der Bergpredigt im Gleichnis vom Haus auf dem Fels, dass wir nach seinen Worten handeln müssen, um in das Himmelreich zu kommen. Aber dieses Handeln fällt dem Menschen so schwer, dass die These aufgestellt wurde, die Bergpredigt sei nur eine Utopie. Die katholische Kirche lehrt dagegen, dass es möglich ist, so zu leben. Die Heiligen zeigen das. Es gibt echte gelebte Heiligkeit, das ist keine Utopie. Und genau das zeigt Jesus durch die vielen Heilungen. Er heilt uns, und wenn er uns heilt, dann können wir die Bergpredigt leben. Ohne seine Gnade empfinden wir es als Utopie.
Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein!
Indem Jesus den Geheilten zum Priester schickt, zeigt er, dass er sich nicht absondern wollte vom jüdischen Volk. Er ist der Messias, den Gott seinem Volk angekündigt hatte. Dass die Christengemeinde von der jüdischen Gemeinde abgespalten wurde, war nicht Jesu Absicht. Genauso war es nicht Jesu Absicht, dass die Christenheit getrennt ist. Jesus heilt, damit es den Menschen gelingt, in Frieden zusammenzuleben. Wenn er uns heilt, damit wir die Bergpredigt leben können, dann geht es doch genau darum. Wenn wir seine Gebote halten, dann leben wir in Frieden und in guter Gemeinschaft miteinander. Und wenn wir erleben, dass es noch nicht gelingt, dann brauchen wir noch mehr Heilung.
Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein!
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, auf ein Heilungsgebet hinzuweisen, was sich bei uns in den letzten Jahren entwickelt hat, das Magdalenagebet.* Hier betet man gemeinsam in einer Gruppe zu dritt um innere Heilung. Es ist hervorragend geeignet, um innerlich Heilung und Frieden zu schenken. Ganz sicher sind die Sakramente die Hochform des göttlichen Heilsangebots. Aber neben den Sakramenten gibt es auch eine Vielzahl von Gebeten, die ebenfalls der Heilung dienen.
Gebet:
Jesus, ich danke dir, dass du uns nicht nur Gebote gibst, sondern dass du uns auch heilst, damit wir deine Gebote leben können. Für alles, was wichtig ist, schenkst du uns deine Gnade. Bitte hilf uns, Schritte der inneren Heilung zu gehen, damit wir in deiner Glückseligkeit leben, schon hier auf der Erde, nicht erst im Himmel.
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Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Telefon 02456 – 3627
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Hallo und servus, persönliche Gedanken welche mir gekommen beim lesen des heutigen Impuls, von Viktor-Maria Stein/Eggenfelden.
Und nun meine persönlichen + geistigen Gedanken zum Thema: schenke der Herr immer größere Liebe zueinander, …
Euch aber schenke der Herr immer größere Liebe zueinander und zu allen anderen Menschen – eine Liebe, wie wir sie euch gegenüber haben. (1.Thessalonicher 3,12)
Zu lernen, aus eigener Fülle heraus zu dienen, ist ein wirklich außergewöhnliches Ziel, auf das man hinarbeiten kann. Ich vermute, dass es Menschen in deinem Leben gibt, von denen du dir wünschst, sie würden härter an sich selbst als an allen anderen arbeiten. Wir alle haben solche Menschen in unserem Leben, sei es ein Ehepartner, eine Freundin, ein Elternteil oder ein Kind. Sicherlich würdest du zustimmen, dass das größte Geschenk, das diese Menschen dir machen können, darin besteht, körperlich und geistig gesünder zu werden.
Ich kann mich noch lebhaft an einen überfließenden, mehrstufigen Gartenbrunnen aus meiner Kindheit erinnern. Er stand beim alten Franziskaner Kloster an der Münstereifeler Straße zu Euskirchen.
Es ist Gottes Wunsch, daß wir wie solch ein Brunnen sind, der von innen heraus mit Wasser sprudelt. Du wirst ein Segen für alle um dich herum sein, wenn du überfließt von Gottes Wort, einer positiven Einstellung, einer frischen Sicht der Dinge, Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Liebe und Offenheit! Die Herzen der Menschen werden erfüllt sein, und es wird ein Segen für sie sein.
GEBET: Vater, hilf mir, in mich selbst zu investieren, damit ich aus deiner Fülle heraus dienen kann. – Amen!
ZUM NACHDENKEN: Sprudelt Gottes Wort und alle damit verbundenen Eigenschaften in deinem Leben über?
In welchen Bereichen würdest du gerne mehr davon erleben und sehen?
Somit ist das Entscheidende, was im Glauben geschieht stets Verborgenen, dort, wo nur Gott gegenwärtig ist. Aus dieser persönlichen Nähe wächst echte Kraft für den Alltag und wer seinen Blick auf Jesus Christus richtet, findet Halt. Ein Glaube, der im Verborgenen wurzelt, wird im Leben sichtbar.
In diesem Sinne, GELOBT SEI JESUS-CHRISTUS, IN EWIGKEIT – AMEN.
Herzlich
Gruß Viktor-Maria 👍 🙏 😀.