Ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. (Mt 11,29)

15 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 11, 28–30

In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Tagesimpuls

Ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. (Mt 11,29)

Viele Menschen wünschen sich Ruhe. Sie fahren in Ferien, oder sie meditieren, oder sie nehmen eine Auszeit. Die meisten Menschen denken dabei, dass sie Ruhe finden, wenn sie sich Ruhe nehmen. Ich habe vor Jahren einmal einen Mann gefunden, der Ruhe finden wollte auf einer einsamen Insel, in einem kleinen Ferienhaus am Strand. Außer den Personen, die für den Haushalt sorgten, kam niemand dorthin. Aber er fand trotzdem innerlich keine Ruhe.

Ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.

Wie in allen anderen Lebensbereichen, so ist es auch mit der Ruhe. Ohne Jesus finden wir keine echte Ruhe. Ohne Jesus können wir nichts tun. Jesus sagt, wir sollen zu ihm kommen und von ihm lernen, dann finden wir Ruhe für unsere Seele. Also nicht einmal zu ihm kommen allein reicht aus. Wir sollen auch von ihm lernen. Wir brauchen seine Sanftmut und sein Gottvertrauen.

Ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.

Vielleicht müssen wir jemandem verzeihen, um Ruhe zu finden für unsere Seele. Vielleicht sollten wir zur Beichte gehen. Auf jeden Fall sollen wir viel zu Jesus gehen im Gebet. Vielleicht hat jemand Ängste, z.B. vor einer Prüfung oder vor einem Gespräch. Als der Seesturm tobte, schlief Jesus seelenruhig im Boot, weil er auf Gott vertraute. Das können wir von ihm lernen, auch in den heftigsten Stürmen fest auf Gott zu vertrauen!

Gebet:

Jesus, ich danke dir dass wir durch dich Ruhe finden können. Bitte hilf mir, immer wieder zu dir zu kommen! Hilf mir, von dir zu lernen, damit ich diese Ruhe finde. Zeige mir, ob ich jemandem verzeihen muss, um in das Land deiner Ruhe kommen zu können.

Pastor Roland Bohnen

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2 Kommentare

  1. Guten Morgen, in diesen kleinen Teil des Evangeliums steckt soviel Liebe und konkrete Hilfe für unser Leelenleben. Der Satz : Nehmt mein Joch auf euch und folgt mir nach, hat für mich wieder ganz neu an Bedeutung gewonnen. Bis her habe ich immer gedacht, dass Jesus uns damit unser Leben schwer macht. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Ein Joch hilft auch heute noch viele Menschen
    Beim Tragen von z. B. Wassereimer oder andere schwere Lasten. Ohne dieses Joch könnten sie nicht so viele Lasten tragen und das Leben wäre für sie noch schwerer als mit einem Joch. Und so ist es auch bei uns, erst durch Jesus können wir unsere oftmals schwere seelische Lasten tragen oder ertragen.
    Am Ende eines Tages sich der Gegenwart Jesu
    bewusst sein, ihm alles in seine Hände zu geben nimmt die Last, macht sie erträglicher. Was wir in Jesu Hände legen, belastet nicht mehr so schwer, haben wir abgegeben. Dafür können wir dankbar sein.

  2. Vergeben. Das ist auch meine Erfahrung. Und Gott ist da sehr geduldig, auch weil er weiß, daß manche Verletzungen so groß sind. Vergeben ist etwas, was überirdische Kraft verlangt. Jesus Hilfe eben, von IHM lernen. …Denn sie wissen nicht was sie tun. Auch das ist manchmal schwer zu glauben. Aber: ererbte Verhaltensweisen, wie Sie es in der Heiligen Messe am Montag so schön herausgearbeitet haben. Transgenerationelle Schuld, wird in die Gene eingebaut (Epigenetik) Steht schon im Alten Testament! ….verfolge ich die Schuld an ihren Söhnen, aber wenn ein einziger umkehrt, erweise ich tausenden meine Huld….! Jahre habe ich gebraucht, meinem nicht anwesenden Vater und meiner mich parentifizierenden Mutter zu vergeben. Nur durch die Gnade Gottes. Danach kommen: Verständnis und Liebe und INNERER Frieden mit diesen Personen. Aber die Gene machen einem noch weiterhin zu schaffen. Gott ist mit mir noch lange nicht zu Ende….., aber was zählt: Er liebt mich immer und so wie ich bin! Danke Papá und dir Heilige Jungfrau Maria, meine beste Mutter und dir Heiliger Josef, der du auch wie ein irdischer Vater mich umsorgt hast.

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