Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. (Mt 15,22)
20 Sonntag im Jahreskreis
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 15, 21–28
In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.
Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Jesus aber gab ihr keine Antwort.Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her!
Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.
Doch sie kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!
Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen.
Da entgegnete sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.
Tagesimpuls
Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. (Mt 15,22)
Die Frau macht alles richtig. Sie geht zu Jesus und bittet ihn für ihre Tochter. Eltern haben eine besondere Vollmacht, für ihre Kinder zu beten. Gott hat uns Menschen geschaffen, dass wir mit den anderen verbunden sind. Durch diese Verbindungen soll Segen fließen. Es kann aber, wenn jemand sündigt, auch Fluch durch diese Verbindungen weitergegeben werden.
Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Wir möchten natürlich, dass durch unsere Familienbindungen nur Segen weitergegeben wird, Wenn aber auch Fluch weitergegeben wurde, dann wollen wir die Türen dafür schließen, und dazu gehen wir zu Jesus, wie die Frau es richtig macht.
Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Durch den Fluch kommen immer auch Dämonen in die Familienlinie hinein, die uns quälen und zur Sünde verleiten. Diese Dämonen können wir im Namen Jesu wegschicken. Voraussetzung ist es, dass wir sie erkennen. Wenn wir beobachten, was wir immer wieder beichten, und wenn wir bestimmte Muster in unserer Familie immer wieder entdecken, dass ist das ein guter Hinweis. Wir können dann um Verzeihung bitten im Namen unserer Familie für die Sünden, die der Satan jetzt nutzt, um immer wieder diese Versuchungen zu schicken. Dann können wir den Geistern im Namen Jesu gebieten, unsere Familie zu verlassen und zum Kreuz Jesu zu gehen und zu tun, was Jesus ihnen befiehlt. Und danach laden wir den Heiligen Geist ein in alle Räume, die die Dämonen verlassen mussten, damit er Heilung und Kraft schenkt. In diesen Schritten können wir für uns selbst und unsere Familie ein einfaches Befreiungsgebet beten.
Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Die Frau hat noch mehr richtig gemacht. Sie hat nicht daran gezweifelt, ob sie würdig wäre. Sie hatte das Selbstbewusstsein, dass sie als Kind Gottes zu Jesus gehen dürfe. Sie hat sich nicht von den anderen abhalten lassen, selbst nicht von den Jüngern Jesu. Und sie hat das Zögern Jesu nicht zum Aufgeben veranlasst. Viele hören mit dem Gebet auf, wenn sie nicht sofort erhört werden. Aber die Frau hat es richtig gemacht. Sie hat weitergebetet in dem Bewusstsein, dass sie ein Kind Gottes ist. Meine Erfahrung ist auch, dass es viele Gebetserhörungen gibt. Aber die meisten davon kommen nicht direkt, sondern erst nach einiger Zeit.
Gebet:
Jesus, in unserer Welt ist vieles, was wir nicht verstehen. Seit der Erbsünde gibt es nicht nur deinen Segen, sondern auch die Sünde in unseren Familienlinien. Danke, dass wir etwas dagegen tun dürfen, danke dass wir zu dir kommen dürfen, um Erlösung für unsere Familien zu erbitten. Das heißt nicht, dass wir alles verstehen. Wir verstehen nicht, warum du zögerst. Aber wir wissen das eine: Wenn einer helfen kann, dann bist du es. Und deshalb hören wir nicht auf zu beten.
Pastor Roland Bohnen
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Jeder, und noch so weit von Gott entfernte Mensch, hat vor Gott eine Chance, einen Krümel von seinem Tisch zu bekommen, wenn er sich zu Gott im Namen Jesu bekehrt und Reue zeigt
Vielen Dank für diesen wertvollen Impuls.