Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? (Mt 16,26)

22 Sonntag im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 16, 21–27

In jener Zeit begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden.
Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!
Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten.

Tagesimpuls

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? (Mt 16,26)

Ein sehr persönliches Beispiel: Es kommt vor, dass ich abends spüre, dass ich schlafen gehen sollte. Es ist aber mehr als nur ein Gespür, es wäre auch sehr vernünftig. Aber ich will noch irgendetwas machen. Wenn ich das nun tue, erscheint es mir als Gewinn. Aber in Wirklichkeit verliere ich etwas. Ich verliere den Schlaf, der mir am nächsten Morgen fehlt, und das wirkt sich wiederum aus auf meine Gebetszeit. Ich will etwas gewinnen, aber dabei verliere ich eigentlich.

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?

Ich glaube, so ist es immer, wenn man etwas macht, was nicht im Willen Gottes ist, und vor allem auch bei jeder Sünde. Irgendetwas strebt man immer an. Das ist auch ein Gut in sich, aber es ist nicht in der Ordnung Gottes. Und daher verliert man sich. Man verliert nicht gleich sein ganzes Leben, aber man verliert sich immer mehr, bis man am Ende sein ganzes Leben verliert.

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?

Wir müssen uns klar machen, dass das Leben mit Gott der größte Gewinn ist, den wir haben können. Außerhalb der Ordnung Gottes verlieren wir nur. Streben wir diesen Gewinn an, auch wenn es uns manchmal eine Überwindung kostet, weil wir etwas verlieren müssen, was wir in diesem Augenblick gern hätten!

Gebet:

Jesus, ich erkenne, dass du mein größter Gewinn bist. Aber leider verlässt mich diese Erkenntnis manchmal. Heiliger Geist, ich bitte dich, dass du mich an alles erinnerst und dass du mit die Kraft gibst, mich zu überwinden, wenn ich in der Gefahr bin, etwas außerhalb der Ordnung Gottes zu suchen.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
Fax 02456 – 3019
pastor.bohnen@kirche-selfkant.de
www.kirche-selfkant.de

Kommentar verfassen