Er beugte sich über sie und gebot dem Fieber. (Lk 4,39)
22 Woche im Jahreskreis Mittwoch
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 4, 38–44
In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge von Kafarnaum und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber und sie baten ihn für sie.
Er beugte sich über sie und gebot dem Fieber. Da wich es von ihr und sie stand sofort auf und diente ihnen.
Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Gebrechen hatten, zu Jesus. Er legte jedem von ihnen die Hände auf und heilte sie.
Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da drohte er ihnen und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Christus war.
Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn; und sie kamen zu ihm hin und wollten ihn festhalten, damit er nicht von ihnen wegginge.
Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden.
Und er verkündete in den Synagogen Judäas.
Tagesimpuls
Er beugte sich über sie und gebot dem Fieber. (Lk 4,39)
Hier erkennen wir eine Form des Heilungsgebets. Jesus gebietet dem Fieber, zu weichen. Beim Heilungsgebet können wir Jesus bitten oder nach dem Vorbild Jesu der Krankheit gebieten. Wenn wir nach dem Vorbild Jesu handeln, dann treten wir in unsere Berufung ein: „Macht euch die Erde untertan!“ Damit leben wir unsere Gott-Ebenbildlichkeit aus, denn Gott gebietet, und alles entsteht. Als Ebenbilder Gottes sollen auch wir über die Schöpfung gebieten. So dürfen wir dem Fieber – was ein Teil von Gottes Schöpfung ist – gebieten, zu weichen.
Er beugte sich über sie und gebot dem Fieber.
Jesus hat alle Krankheiten geheilt, weil er die Schöpfung wiederherstellen wollte, wie Gott sie geschaffen hat. Krankheiten sind nicht Teil seiner Schöpfung. Die Schöpfung wurde zum Negativen verändert, sozusagen pervertiert, als wir Menschen dem Bösen Zutritt geschaffen hatten. Wenn wir im Namen Jesu der Schöpfung gebieten, wieder heil zu sein, dann drängen wir die Macht des Bösen, die pervertieren und zerstören will, zurück. Im Namen Jesu übernehmen wir die Herrschaft über die Schöpfung, wozu wir als Gottes Kinder bestimmt sind.
Er beugte sich über sie und gebot dem Fieber.
Jesus macht fast immer bei seinen Heilungen eine symbolische Geste. Hier beugt er sich über die Schwiegermutter des Petrus, meistens legt er den Kranken die Hände auf, aber es gibt auch noch viele andere Gesten. Wenn wir im Namen Jesu um Heilung beten, dann dürfen auch wir unsere Gebete mit symbolischen Gesten verbinden. Die Hochform ist natürlich die Krankensalbung, aber es gibt noch viel mehr Möglichkeiten. Das höfliche Auflegen der Hände (mit aller gebotenen Zurückhaltung, und immer nur nach Nachfragen) ist eine sehr schöne Form. Am besten lässt man sich vom Heiligen Geist führen, welche symbolische Geste in welcher Situation angemessen ist.
Er beugte sich über sie und gebot dem Fieber.
Ich sehe noch einen wichtigen Hinweis in der Tatsache, dass Jesus direkt zu ihr hingeht und mit ihr betet. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man für jemanden betet oder mit jemandem betet. Mit jemandem zu beten, kostet manchmal eine Überwindung. Aber wenn man es tut, haben beide Beteiligten die Möglichkeit, eine starke Erfahrung mit der Liebe Gottes zu machen.
Gebet:
Jesus, du rufst mich, deinen Auftrag zu erfüllen. Dein Auftrag besteht nicht nur aus natürlichen Werken der Nächstenliebe und auch nicht nur aus guten Worten. Dein Auftrag besteht auch darin, dass deine göttliche Kraft auf der Erde spürbar wird. Bitte hilf uns, dass wir uns überwinden können und nicht nur für, sondern auch mit Kranken um Heilung beten.
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Telefon 02456 – 3627
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Der Herr Ist Jesus Christus,der Sohn Gottes. Dies bestätigen die Dämonen in aller Öffentlichkeit. Doch Jesus verbietet es ihnen darüber zu sprechen. Jesus möchte nicht als Superhero abgestempelt werden. Genau dass hat die Mutter von Petrus begriffen, nachdem Jesus sie vom Fieber befreit hat. Sie bleibt in ihrer Liebe zum Herrn und dient ihn. Sie ist nicht wie ein Dämon besessen und verkündet “ hier bei mir ist ein Wunder geschehen, o.ä “ Nein! die Mutter Petrus gehorcht ihrem Herzen und bleibt demütig. An dieser Demut muss ich mir selbst immer wieder, und so denke ich auch viele andere, sich ein Beispiel nehmen. Es wird viel zu viel erwartet das Jesus heute Wunder tut; an Kranke und Menschen in Not; oder auch von so vielen Geistliche die Wunder in ihren Gemeinde – Städte und Kirchen erwarten. Dabei geschehen täglich unzählige Wunder die Gott uns erkennen lässt. Z.B. unser tägliches morgendlichen Auf-er-erstehen, jeden neuen Tag dürfen wir die Schöpfung erleben und soviele Kinder die geboren werden, uvm. Auch uns muss die Stimme des Herrn entgegen schallen, wenn wir den Herrn Jesus Christus,den Sohn Gottes,herausfordernd proklamieren, dass er hier oder dort Wunder wirken soll. Ich bin mir sicher, Gott ist der Einzige und Ewige gütige Gott, und er weiß was und wann er etwas tun oder zulassen wird. Erbitten wir das uns Gott immer wieder neu seine Wunder erkennen lässt und wir in der Demut der Mutter Petrus bleiben.
Vielen Dank Priester Bohnen für Ihre täglichen Impulse